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Philosophische Praxis und Spirituelle Praxis

Buchtipps


Gute Bücher sind Freunde
Gute Bücher sind Freunde, mit denen wir uns gern unterhalten.
Andreas Tenzer



Als aktuelle Buchempfehlung möchte ich Euch den Roman "Hansi und Lilo - oder wie man ein guter König wird" von Wolfgang Wiesmann vorstellen. Der Roman unterscheidet sich wohltuend von pathetischen Weltverbesserungs-Lektüren, indem er nicht zur Rettung der Natur aufruft, sondern auf eine spielerisch tiefgründige Art zeigt, wie die Natur sich selber "rettet" - wenn man sie denn lässt.

Zusätzlich zu dem folgenden Covertext findet Ihr unten auf dieser Seite eine Leseprobe in Form eines Kapitels aus dem Roman.


Seinen Roman "Hansi und Lilo oder Wie man ein guter König wird" hat Wiesmann mit Humor, Fantasie und Menschenkenntnis ausgestattet. Dabei ist es ihm gelungen, eine Kombination aus Weisheit, Einfachheit und Leichtigkeit in die Handlung einfließen zu lassen. Auf magische Art entlarvt er künstliche Grenzziehungen als illusorisch. Wer dieses Buch in die Hand nimmt, wird in den Bann einer Geschichte gezogen, in der die menschlichen Schwächen und die Lust auf Macht ihr Unwesen treiben. Das von Männern immer straffer geführte Königreich des Löwen Lional erfährt durch den Widerstand der Frauen einen unerwarteten Dämpfer. Als dann noch eine junge, zarte Liebe an den Intrigen am Hof zu zerbrechen droht, nimmt das Schicksal seinen unausweichlichen Lauf.



Die folgenden Buchempfehlungen enthalten jeweils eine kurze Buchbeschreibung (Violett = von mir verfasste Texte; Rot = meist vom Cover übernommene Texte) sowie jeweils zehn Stichwörter zu den zentralen Themen des Buches. Hauptauswahlkriterium für diese Bücher: Bewusstseinserweiterung

Viele weitere lesenswerte Bücher findest Du im Zitatarchiv. Kennst Du Bücher, die gut in diese Sammlung passen? Dann würde ich mich über Deine Buchempfehlung sehr freuen!

 

zitate-aphorismen.de/kontakt/

Marco Aldinger "Was ist die ewige Wahrheit?" "Geh weiter!"
Charlotte Joko Beck Einfach Zen
Rosalyn L. Bruyere Das Geheimnis der Chakras
David Deutsch Die Physik der Welterkenntnis
David Feinstein / Stanley Krippner   Persönliche Mythologie
Theo Fischer Wu wei
Khalil Gibran Der Prophet
Stanislav Grof Das Abenteuer der Selbstentdeckung
C.G. Jung Der Mensch und seine Symbole
Laotse Tao te king
Dennis Lewis Das Tao des Atmens
Robert Moore / Douglas Gillette Der Magier im Mann
Robert Musil Der Mann ohne Eigenschaften
Friedrich Nietzsche Menschliches, Allzumenschliches
Peter Sloterdijk Kritik der zynischen Vernunft
Sogyal Rinpoche Das tibetische Buch vom Leben und vom Sterben
Thich Nhat Hanh Lächle deinem eigenen Herzen zu
Chögyam Trungpa Die Insel des Jetzt im Strom der Zeit
Ken Wilber Eine kurze Geschichte des Kosmos
Meister Hing Yun Wahrhaftig leben


Marco Aldinger - "Was ist die ewige Wahrheit?" "Geh weiter!" (A/F)

Geschichten, die, so paradox sie klingen, jeden unmittelbar angehen, die verblüffen und den Kern des Lebens treffen: Leben heißt Veränderung. Lebenskunst ist: loslassen und sich gleichzeitig dem Leben anvertrauen. Die heitere Gelassenheit, für die die Meister des Zen bekannt sind, wird in diesen östlichen Weisheitstexten nachvollziehbar und lebendig.
Viele dieser Zen-Geschichten treffen ins Mark. Man ist emotional betroffen wie sonst nur in guten Theaterstücken oder Schlüsselszenen filmischer Meisterwerke. Die Geschichten haben eine solche Kraft, dass sie Menschen mit einem Schlag verwandeln können. Die dem Zen nachgesagte Fähigkeit "Spontanerleuchtungen" zu provozieren, wird hier spürbar. Der Leser wird in die Enge getrieben und zu einer Entscheidung gezwungen. Es ist, als ob man von einem geliebten Menschen mit dem Stock geschlagen wird. Die Alternative lautet dann: Einsicht oder Verdrängung.
Marco Aldinger, geb. 1955, studierte Philosophie und Religionsgeschichte. Er praktiziert Zen und Kendo (Schwertkunst) ... und lebt bei Freiburg.

Anhaften – Streben – Loslassen – Gelassenheit – Heiterkeit – Weisheit – Erleuchtung – Präsenz – Lernen – Wahrheit



Charlotte Joko Beck – Einfach Zen (A)

Joko Beck ... ist durch ihre unvergleichlich prägnante, humorvolle Sprache eine ungewöhnliche Erscheinung. Im Dialog mit ihren Schülern erarbeitet sie einen unprätentiösen, den nüchternen Alltagsanforderungen angepassten Lebensweg. Dabei geht es nicht darum, sich aus einer ungeliebten Wirklichkeit in spirituelle Wunschträume zu flüchten oder spektakuläre Erleuchtungen zu bejubeln, sondern schlicht ins Herz des Lebens zu gelangen, ohne Beschönigung, ohne Widerstand, ohne Urteil.
Der Titel des Buches ist treffend. Joko Beck macht in einer ebenso klaren wie einfachen Sprache deutlich, warum Zen theoretisch die einfachste Sache der Welt ist, und in der Praxis zum Schwierigsten gehört, was ein Mensch sich vornehmen kann.
Die Zen-Meisterin wurde 1917 in New Jersey geboren. Sie lebt und arbeitet heute im Zen-Center in San Diego, Kalifornien.


Lust – Schmerz – Freude – Opferrolle – Gerechtigkeit – Vorurteile – Achtsamkeit – Zazen – Körperbewusstsein – Transformation



Rosalyn L. Bruyere – Das Geheimnis der Chakras (A/F)

In den ältesten Überlieferungen aller Kulturen gibt es bereits Beschreibungen der sieben sich drehenden elektromagnetischen Felder des menschlichen Körpers, die zusammen unsere Aura erzeugen. Doch erst in letzter Zeit hat auch die Wissenschaft die Existenz dieser Energien bestätigt. Zum ersten Mal werden in diesem Buch die Chakren im Rahmen des historisch überlieferten Hintergrunds, auf der Grundlage der modernen Wissenschaft und aus der direkten Einsicht und Praxis einer Heilerin beschrieben. Die Bedeutung und das Heilpotential der Chakras sind auch außerhalb der indischen Kultur, bei den Ägyptern und Griechen und in den Lehren der indianischen Heiler, bewiesen worden.
Der menschliche Organismus ist – wie die Quantenphysik eindrucksvoll bestätigt – ein spezifisches Energiefeld, das mit dem gesamten Kosmos in Verbindung steht. Das Buch vermittelt tiefe Einsichten in die Funktionsweise der Chakras und stellt eine Vielzahl von Übungen zur Verfügung, mit deren Hilfe wir unseren Energiefluss optimieren und auf diese Weise von krankmachenden Blockierungen befreien können.
Rosalyn L. Bruyere arbeitet als Heilerin, Medizinfrau und Forscherin. Sie ist Leiterin des Healing Light Centers in Glendale, Kalifornien, und gibt regelmäßig Seminare in Deutschland.

Chakras – Energie – Licht – Aura – Heilung – Kundalini – Sexualität – Karma – Wissenschaft – Mystik



David Deutsch – Die Physik der Welterkenntnis (F/S)

Von der "Theorie für alles" bis zum Ende des Universums – ein wahrhaft kosmischer Weltentwurf, der durch die Konsequenz seines Denkens besticht. Wer sich mit David Deutsch auf die Expedition in die Grenzbereiche heutigen Denkens begibt, gerät in ein vielschichtiges Leseabenteuer, das einen ganz neuen Blick auf die Strukturen des Universums eröffnet.
Der britische Quantenphysiker kommt in diesem Buch fast ganz ohne mathematische Formeln aus. Philosophische Implikationen der Quantenphysik stehen im Mittelpunkt seiner wissenschaftlichen Arbeit. Er benutzt eine Sprache, die auch für quantenphysikalisch interessierte Laien verständlich ist. Besonders spektakulär sind die Abhandlungen über die Paralleluniversen, die alle bisherigen Theorien der alten Physik und die klassischen philosophischen Systeme auf den Kopf stellen. Freunde der philosophia perennis (der ewigen Philosophie) haben jedoch allen Grund zur Freude: Was Weise aus allen Kulturen und zu allen Zeiten für wahr gehalten haben, befindet sich weitgehend im Einklang mit den neusten Erkenntnissen der Quantenphysik.
David Deutsch (geb.1954) gehört auch zu den führenden Köpfen, die an der Entwicklung eines Quantencomputers arbeiten.


Urknall – Schwarze Löcher – Materie – Licht – Photonen – Virtuelle Realität – Quantencomputer – Schnappschüsse – Multiversum – Paralleluniversen


David Feinstein / Stanley Krippner – Persönliche Mythologie (F/S)

Die neue Psychologie des Selbst arbeitet die Entwicklung in der Psychologie der letzten 25 Jahre, von Jung, Piaget, Erik Erikson, Erich Neumann bis zu Rollo May auf. Persönliche Mythologie ist sowohl ein Handbuch für den Therapeuten, als auch ein Übungs- und Anleitungsbuch für Laien, die einzeln oder in Gruppen, ihre individuellen zeitgemäßen Mythen in einer sich ständig verändernden Welt schaffen wollen. Dazu stellen die Autoren einen Fünf-Stufen-Plan zur Entwicklung der persönlichen Mythologie vor.
Die persönliche Mythologie enthält das Geheimnis unseres einzigartigen Lebensentwurfs, der uns in die Wiege gelegt wurde, mit seinen unzähligen Varianten, von denen wir schließlich genau eine leben werden. Das Buch zeigt Möglichkeiten auf, sich bewusst für eine ganz persönliche Mythologie zu entscheiden, manchmal als Kahn und manchmal als Steuermann.

Philosophie – Spiritualität – Wissenschaft – Evolution – Kultur – Familie – Helden – Mythos - Träume – Symbole



Theo Fischer – Wu wei (A/F)

Es gibt ein Lernen, das uns verstehen läßt, was wir sind. Aus diesem Verständnis entsteht eine völlig neue Art des Handelns: wu wei. Das heißt Handeln durch Nichteingreifen, durch Geschehenlassen. Es ist die Fähigkeit, das Steuer des Lebens jener Macht zu überlassen, die eine Dimension von uns selbst ist und die Laotse einst das Tao genannt hat.
Nur gut hundert Seiten stark, provoziert dieses Buch eine Kette von Aha-Erlebnissen. Wer so lebt, wie es hier in unaufdringlicher Weise beschrieben wird, befindet sich auf einmal mitten im Leben und schwebt zugleich über allem. Fischers Sprache ist klar, schnörkellos und lässt selbst den größten Skeptiker mit offenem Munde staunen. Man spürt, das hier das Leben selbst zum Griffel gegriffen hat und dabei alles Greifende gnadenlos enttarnt. Wer mit dem Gedanken spielt, sich zur Bibel ein Zweitbuch anzuschaffen, dem empfehle ich Wu wei. Aber auch in einer vierstelligen Büchersammlung sollte dieser kleine Schatz nicht fehlen.
Theo Fischer, 1931 im badischen Karlsbad geboren, hat 25 Jahre als selbständiger Management-Berater gearbeitet. 1985 gab er seinen Beruf auf, siedelte nach Frankreich um und begann Bücher über asiatische Philosophie und Lebenskunst zu schreiben.

Achtsamkeit – Gegenwart – Meditation – Freiheit – Illusion – Spontaneität – Kommunikation – Gesellschaft – Spiritualität – Tao



Khalil Gibran – Der Prophet (A/F)

Wir verdanken Khalil Gibran ein wahres Lehrstück der Bewusstwerdung – ihm, der bezeichnet worden ist als Mystiker und Philosoph, als Gläubiger und Ketzer, als Rebell, als ewiger Mensch. Er, der Poet des Libanon, hinterlässt uns eine Botschaft von zeitloser Wahrheit.
Die hohe Kunst der Poesie besteht nicht darin, dass ein Denker sich etwas ausdenkt und das Erdachte in Worte kleidet. Wirklich innerlich berührt werden wir nur dann, wenn das Leben selbst sich einen freien Geist auswählt, der ihm den leeren, offenen Raum zur Verfügung stellt, in dem es sich so authentisch wie möglich in die Welt der Sprache übersetzen kann. Gibran ist dies in einzigartiger Weise gelungen: Ein kühler, erfrischender Geist entfacht immer wieder neu die wärmende Liebesglut des Herzens.
Khalil Gibran wurde 1883 im Libanon geboren und starb 1931 im amerikanischen Exil.


Liebe – Ehe – Kinder – Freiheit – Schönheit – Gerechtigkeit – Vernunft – Religion – Leben – Tod



Stanislav Grof – Das Abenteuer der Selbstentdeckung (F)

Der Untertitel des Buches lautet: "Heilung durch veränderte Bewusstseinszustände". Grof hat auf diesem Gebiet eine wegweisende Pionierarbeit geleistet. Im Mittelpunkt dieses Buches stehen perinatale Prägungen (Prozesse vor, während und nach der Geburt), die Weichenstellungen für unser Leben enthalten, meist ohne dass uns dies bewusst ist. Außerdem beschreibt der Autor ausführlich den Ablauf der holotropen Atemtherapie und zeigt auf, wie die in diesem Prozess gemachten Erfahrungen für (selbst)therapeutische Zwecke genutzt werden können.
Grof ist eine so starke und in positivem Sinne charismatische Persönlichkeit, dass man sich seiner energetischen Ausstrahlung nicht entziehen kann, sobald man nur in seine Nähe kommt. Seine holotropen Atemwochenenden entfesseln eine derart transformative Kraft, dass man sich nur darauf einlassen sollte, wenn man einigermaßen fest im Sattel sitzt. In jedem Fall sollte man vorher dieses Buch lesen, damit man wenigstens ahnt, was auf einen zukommen kann.
Stanislav Grof (geb. 1931 in Prag) gehört neben Ken Wilber zu den bedeutendsten Vertretern der transpersonalen Psychologie. Heute lebt und arbeitet er in Kalifornien (Esalen Institut).


Vorgeburtliche Muster - Geburtsprozess - holotropes Atmen – Psychosomatik – Synchronizität – kosmisches Bewusstsein – Spiritualität – Tod und Wiedergeburt – Transpersonale Erfahrungen



C.G. Jung – Der Mensch und seine Symbole (F)

Das Buch enthält Beiträge von C.G. Jung ( Zugang zum Unbewussten), Joseph Henderson (Der moderne Mensch und die Mythen), Marie-Luise von Franz (Der Individuationsprozess und Das Unbewusste und die Wissenschaften), Aniela Jaffé (Bildende Kunst als Symbol) und Jolande Jacobi (Symbole auf dem Weg der Reifung).
Hier finden Sie die Quintessenz der analytischen Psychologie; auf hohem Niveau extrahiert und doch leicht verständlich beschrieben. Sehr hilfreich sind auch die zahlreichen und aussagekräftigen Abbildungen. Diese großformatige Sonderausgabe bietet mehr als nur oberflächliche Einblicke in die Tiefenpsychologie und ist deshalb besonders empfehlenswert.
C.G. Jung (1875-1961, Schweiz) gehört neben Freud zu den bedeutendsten Psychologen des 20. Jhs und hat viele neuere psychologische Richtungen beeinflusst.


Kunst – Mythos – Selbst – Unbewusstes – Archetypen – Träume – Heilung – Individuation – Symbole – Transzendenz



Laotse – Tao te king (F/S)

Nirgends läßt sich die geheimnisvolle Lehre des Tao klarer, nirgends poetischer erfassen, als in dem dreitausend Jahre alten "Tao te king".
In der Tat liegen zwischen Laotse und der Quantenphysik dreitausend Jahre. Liest man das Tao te king, könnte man auf den Gedanken kommen, Laotse habe nicht nur Nietzsche, sondern auch die philosophischen Implikationen der Quantenphysik vorweggenommen. Lässt man sich tiefer auf diese Texte ein, gerät man in Sphären jenseits von Raum und Zeit und jenseits von Gut und Böse. Dualistische Verirrungen enttarnt er als Trugbilder. Hintergründe treten in den Vordergrund und erweisen sich als Hintergrund von allem, das heißt von dem Einen, dem Unbenennbaren, dem Weg, dem Tao. Das Leben streift die Schale der Begrifflichkeit ab und wird als etwas unbegreiflich Lebendiges neu geboren. Verstünde man dieses Buch ganz und gar, bräuchte man kein zweites zu lesen.
Das genaue Geburtsdatum des Chinesen Laotse ist nicht bekannt. Man vermutet aber, dass er ein Zeitgenosse Buddhas war, also im 6. bzw. 5. Jahrhundert vor Christus gelebt hat.


Lernen – Wissen – Klarheit – Erde – Himmel – Zeit – Ewigkeit – Leere – Sinn – Einheit



Dennis Lewis – Das Tao des Atmens (A)

Keines der vielen Bücher zum Thema Atmen befasst sich so eingehend mit der Bedeutung der Praxis und dem Nutzen der natürlichen Atmung wie dieses hervorragende neue Werk von Dennis Lewis. Auf dem Fundament langjähriger Studien und Forschungsarbeiten, in denen er sich mit dem Tao des Heilens befasste, präsentiert Dennis Lewis in einem einzigen Buch Psychosomatik, naturwissenschaftliche Erkenntnisse und grundlegende Übungen, die uns helfen, den verjüngenden Einfluss natürlicher Atmung zu entdecken und unser Leben zu verändern. (Meister Mantak Chia)
Obwohl wir täglich etwa 20.000 Mal ein- und ausatmen, sind die wenigsten sich der Tragweite bewusst, die das Atmen für unser Leben hat. Dennis Lewis verdeutlicht den Zusammenhang zwischen Atmung und Lebensqualität auf geniale Weise und stellt Übungen vor, die jeder ohne große Mühe und mir sehr geringem Zeitaufwand praktizieren kann. Würde dieses Wissen in unseren Schulen gelehrt, sähe die Welt anders aus.

Atemtechnik – Anatomie der Atmung – Gesundheit – Psychosomatik – Stress – Angst – Wahrnehmung – Energie – Chi – Heilung



Robert Moore / Douglas Gillette – Der Magier im Mann (F)

Der Magier im Mann handelt von der spirituellen Seite der männlichen Psyche, dem Archetyp des Magiers, und vom Umgang mit dessen Energiepotential. Es sind diese Energien, die es dem Mann ermöglichen, in positiver Weise erwachsen und reif zu werden und Verantwortung in der Gesellschaft zu übernehmen. Es ist der Magier-Archetyp, der den von ihm geprägten Mann dazu drängt zu erforschen, was die innere und äußere Welt zusammenhält, und zu verstehen, wie sie funktioniert. Naturwissenschaftler, Psychologen wie auch Elektriker und Computerfachleute stehen zum Beispiel unter dem Einfluss des Magier-Archetyps. Seinen vollkommensten Ausdruck haben die Autoren im traditionellen Schamanen entdeckt, während die heutige Zeit zwar von diesem Archetyp geprägt ist, aber vorwiegend in seiner unreifen, destruktiven Schattenform.
Robert Moore ist Jungscher Psychoanalytiker und Professor für Psychologie und Religion am Chicago Theological Seminary, Douglas Gillette ist Mythologe, Berater in privater Praxis und hält Vorträge in der Männerbewegung. Beide Autoren leben in Chicago.


Magier – Archetypen – Mythologie – Schamanismus – Initiation – Krisen – Unbewusstes – Lüge – Spiritualität – Symbole



Robert Musil – Der Mann ohne Eigenschaften (S)

Ein Klassiker der modernen Weltliteratur. Eine meisterhaft inszenierte Comédie humaine, die Robert Musil zum Gedankenversuch eines besseren möglichen Lebens entwickelt.
Reich Ranicki hat sich wiederholt über diesen unvollendeten Roman Musils belustigt. Für viele ist er aber nicht nur einer der großartigsten Romane aller Zeiten, sondern auch einer der wenigen, die das Attribut "philosophisch" im positiven Sinne verdienen. Die Bezeichnung "Mann ohne Eigenschaften" geht übrigens auf Meister Eckehart zurück, mit dem Musil die so seltene Mischung aus scharfem Realitätssinn und transrealer Mystik gemein hat. Robert Musil hätte hundert Jahre alt werden können: Es wäre ihm wohl nie gelungen, diesen Roman zu einem sinnvollen Ende zu bringen, denn das Kernthema ist nun einmal die unendliche Gegenwart. Zu sagen, worum es im einzelnen geht, ist praktisch unmöglich, da alle äußeren Geschehnisse nur die Kulisse bilden vor den darunter befindlichen Tiefenschichten. Diesen einmal auf die Spur gekommen, dehnen sich die innerpsychischen Räume des Lesers ins Grenzenlose aus.
Der österreichische Schriftsteller Robert Musil (1880-1942) gilt als Philosoph unter den bedeutendsten Literaten des 20. Jhs.


Liebe – Tod – Moral – Verbrechen – Diplomatie – Zeit – Gefühle – Reflexion – Geist – Mystik



Friedrich Nietzsche – Menschliches, Allzumenschliches (A/F)

Man darf vermuten, dass ein Geist, in dem der Typus "freier Geist" einmal bis zur Vollkommenheit reif und süß werden soll, sein entscheidendes Ereignis in einer großen Loslösung hat, und dass er vorher um so mehr ein gebundener Geist war und für immer an seine Ecke und Säule gefesselt schien. Was bindet am festesten? Welche Stricke sind beinahe unzerreissbar? Bei Menschen einer hohen und ausgesuchten Art werden es die Pflichten sein: jene Ehrfurcht, wie sie der Jugend eignet, jene Scheu und Zartheit vor allem Altverehrten und Würdigen, jene Dankbarkeit für den Boden, auf dem sie wuchsen, für die Hand, die sie führte, für das Heiligtum, wo sie anbeten lernten, ihre höchsten Augenblicke selbst werden sie am festesten binden, am dauerndsten verpflichten. Die große Loslösung kommt für solchermaßen Gebundene plötzlich wie ein Erdstoß: die junge Seele wird mit einem Male erschüttert, losgerissen, herausgerissen, - sie selbst versteht nicht, was sich begibt. Ein Antrieb und Andrang waltet und wird über sie Herr wie ein Befehl; ein Wille und Wunsch erwacht, fortzugehn, irgendwohin, um jeden Preis; eine heftige gefährliche Neugierde nach einer unentdeckten Welt flammt und flackert in allen ihren Sinnen. (Friedrich Nietzsche, aus der Vorrede zu Menschliches, Allzumenschliches)

Das Werk enthält hunderte von Aphorismen, oft nur ein paar Zeilen lang und mitten aus dem Leben gegriffen. Auf seine unvergleichliche Art zwingt Nietzsche den Leser zu brennenden menschlichen und allzumenschlichen Fragen Stellung zu beziehen: Ein wahres Feuerwerk von Gedankenblitzen.
Friedrich Nietzsche (1844-1900) gehört auch heute noch zu den meist gelesenen Philosophen aller Zeiten
.

Wille – Freiheit – Herrschaft – Moral – Kunst – Individuum – Lust – Werte – Maske – Lüge



Peter Sloterdijk – Kritik der zynischen Vernunft (F/S)

Zynismus ist das aufgeklärte falsche Bewusstsein. Es ist das modernisierte unglückliche Bewusstsein, an dem Aufklärung zugleich erfolgreich und vergeblich gearbeitet hat. Es hat seine Aufklärung gelernt, aber nicht vollzogen und wohl nicht vollziehen können. Gutsituiert und miserabel zugleich fühlt sich dieses Bewusstsein von keiner Ideologiekritik mehr betroffen, da seine Falschheit bereits reflexiv gefedert ist. (Sloterdijk-Zitat aus Vorbemerkungen des Verlages Suhrkamp, Kritik der zynischen Vernunft Bd. 1, S.2)
Nach Hegel ist es die Aufgabe der Philosophie, die Zeit auf den Begriff zu bringen. Das ist wohl kaum einem zeitgenössischen Philosophen auf eine so umfassende und tiefgründige Weise gelungen wie Peter Sloterdijk. Als Spiegel unserer Zeit dokumentiert dieses zweibändige Werk nicht nur die innerpsychische Befindlichkeit des Individuums am Ende des zweiten Jahrtausends, sondern auch die Machstrukturen der postindustriellen Gesellschaft. Die zynische Vernuft ist ebenso sehr Herrschaftsideologie wie Systemkritik. Das Buch sollte Pflichtlektüre für alle sein, die über die geistige Situation unserer Zeit mitreden wollen.
Der 1947 in Karlsruhe geborene Sloterdijk gehört zu den bedeutendsten Philosophen der Gegenwart.

Aufklärung – falsches Bewusstsein – Entlarvungen – kynische Frechheit – Psychosomatik – Militärzynismus – Sexualzynismus – Medienzynismus – Religionszynismus – Wissenszynismus


Sogyal Rinpoche – Das tibetische Buch vom Leben und vom Sterben (F)

Mit Hilfe von jahrtausendealten, bewährten meditativen Übungen lernen wir, uns unserer eigenen Vergänglichkeit zu stellen, das Sterben schon mitten im Leben zu lernen und dadurch die Furcht vor dem Tod zu verlieren. In einer auf den westlichen Menschen abgestimmten Auslegung der buddhistischen Lehrern, auf denen das berühmte "Tibetische Totenbuch" basiert, führt Sogyal Rinpoche an eine Lebenspraxis heran, durch die der Tod seinen Schrecken verliert und der Alltag an Authentizität und Lebensfreude gewinnt.
In einer Zeit, wo der eiskalte Hauch des Materialismus die Weltherrschaft endgültig erobert zu haben scheint, macht es Mut, dass ein solches Werk zu einer Art Kultbuch werden konnte. Wenn die Spaßgesellschaft sich so fest in den eigenen Schwanz verbeißt, dass es wehtut, entsteht ein Vakuum, das den unendlichen leeren Raum bereit hält, in dem sich untrübbare Freude manifestieren kann. Jenseits aller Begierde löst sich die Schranke zwischen Diesseits und Jenseits auf. Der Himmel ist kein topos (Ort), sondern nous (eine Geistesverfassung).

Leben – Tod – Karma – Bardos – Geist - Einfachheit – Wahrnehmung – Meditation – Spiritualität – Urgrund



Thich Nhat Hanh – Lächle deinem eigenen Herzen zu (A/F)

Der Zauber lächelnder östlicher Gelassenheit und buddhistischer Einsicht liegt in diesen Texten. Sie sind aber auch ein Weg zur Übung des Geistes, zur klaren Konzentration, zur Erfahrung von heilender Ruhe, zum Finden der eigenen Zeit, zum Akzeptieren auch des Leides, zum sehenden und offenen verantwortlichen Mitgefühl mit der Mitwelt – und damit zu einem sinnerfüllten Leben.

Der buddhistische Mönch Thich Nhat Hanh ist Dichter und zugleich einer der bedeutendsten Zen-Meister unserer Zeit. Er stammt aus Vietnam, lebt heute in Frankreich und ist vielen als Friedensaktivist bekannt. "Lächle deinem eigenen Herzen zu" ist für mich eines seiner schlichtesten und schönsten Bücher. Die Gedanken sind kristallklar, die Sprache ist so einfach, dass man manches sogar Kindern vorlesen kann. Das Kernthema, um das sich bei Thich Nhat Hanh alles dreht, ist "Achtsamkeit". So wie er sie in immer neuen Variationen beschreibt, wirkt sie ansteckend. Nach der Lektüre dieses Buches atmet man anders, geht man anders, is(s)t man anders...

Achtsamkeit – Loslassen – Einssein – Atmen – Herzenswärme – Emotionen – Kinder – Frieden – Gegenwart – Wu wei



Chögyam Trungpa – Die Insel des Jetzt im Strom der Zeit (F/S)

Der im Westen bekannteste tibetische Meditationsmeister führt uns in diesem Buch ein in die Psychologie des Buddhismus. Sie ist eine Wissenschaft des menschlichen Geistes und eine "Bewusstseinstechnologie", die uns praktische Methoden an die Hand gibt, den "ganz normalen Wahnsinn" unseres Alltagslebens zu durchschauen und uns in allen seinen Wechselfällen jenseits dieses Wahns zu verankern.
Das Buch setzt subtile eigene Meditationserfahrungen voraus sowie fundierte Kenntnisse über Bardo-Zustände. Diese werden von Trungpa nicht als reine "Daseinsformen im Jenseits", sondern als diesseitige Geistesverfassungen im Hier und Jetzt beschrieben. Wie Padmasambhava geht er von einer Kontinuität der Bardo-Erfahrung aus. Den Bardo selbst bezeichnet Trungpa als Insel zwischen den Erfahrungen. Er wurde 1940 in Ost-Tibet geboren und starb 1987 in Halifax.

Die sechs Bardo-Zustände – die sechs Daseinszustände – Meditation – Erfahrungswissen – der spirituelle Weg – der grundlegende Raum – Tod – Ego – Selbst - Karma



Ken Wilber – Eine kurze Geschichte des Kosmos (F/S)

Wilbers "Kurze Geschichte des Kosmos" beschreibt den Verlauf der Evolution als fortschreitende Entfaltung des Geistes, von der Materie (dem Universum) zum Leben (der Biosphäre), zum menschlichen Bewusstsein, und ihre Ausrichtung auf einen Zustand, in dem der kosmische Geist sich im Menschen seiner selbst bewusst wird. Die Dynamik des "Woher" weist auch die Richtung des "Wohin" - in einem Fahrplan der Evolution, wie er so umfassend und doch konzis bisher noch nicht vorgelegt wurde.
Für Leser, die keine Zeit haben, das umfangreiche Werk dieses wegweisenden Denkers, in dem er die gesamte Geistes- und Wissenschaftsgeschichte aufarbeitet und in neue Zusammenhänge stellt, von A bis Z zu studieren, hat Ken Wilber die Perlen der von ihm herauskristallisierten Erkenntnisse in diesem Buch auf einen Faden aufgereiht. Allgemeinverständlich und in lockerer Gesprächsform präsentiert er hier eine Standortbestimmung des modernen Menschen, die eine überschaubare Ordnung in die immer unübersehbarere Fülle des Wissens über Woher und Wohin des Menschen bringt.

Wenn man Wilbers Sprache als "Allgemeinverständlich" bezeichnet, so ist dies relativ zu sehen. Ohne fundierte Kenntnisse der transpersonalen Psychologie wirst Du mit diesem Buch wenig anfangen können. Insidern dagegen bietet es die Möglichkeit, sich mit einer der am höchsten entwickelten Bewusstseinsformen am Anfang des dritten Jahrtausends auseinander zu setzen.
Ken Wilber (Jahrgang 1949) gehört neben Stanislav Grof zu den bedeutendsten Vertretern der transpersonalen Psychologie.

Kosmos – Evolution – Transformation – Transzendenz – Nichtdualität – Energie – Umweltethik – Gaia-Theorie – Bewusstseinsstufen – Postmoderne



Meister Hsing Yun – Wahrhaftig leben (A/F)

Wer diesen Lehren folgt, wird so strahlend wie die Sonne und der Mond und kann alle Dunkelheit überwinden.
Das Buch hat zwar den Untertitel "Buddhistische Ethik im Alltag", basiert aber in Wirklichkeit auf wesentlichen Prinzipien der philosophia perennis und spricht besonders westliche Menschen an. Am Anfang eines jeden Kapitels stehen kurze, aussagekräftige Lehrsätze, die als Basis dienen für ausführliche praktische Hinweise, wie man sich im Alltag an ihnen orientieren kann. Das Buch setzt keine speziellen Kenntnisse voraus und deckt in seinen 35 Kapiteln fast das gesamte Spektrum menschlicher Werte ab.
Hsing Yun wurde 1927 in China geboren. Mit zwölf Jahren trat er in ein Kloster ein. Im Lahre 1985 begann er um die ganze Welt zu reisen, um die Lehre des "Humanistischen Buddhismus" zu verbreiten.


Gier – Zufriedenheit – Lebensführung – Krankheit – Freundschaft – Dankbarkeit – Mitgefühl – Weisheit – Glaube – Freude


Leseprobe aus dem Roman "Hansi und Lilo oder Wie man ein guter König wird" von Wolfgang Wiesmann

SHAKIRA

Ich war nicht wegen Shakira aufgeregt. Nein, ich fürchtete, dass Plan A im letzten Moment doch noch gefährdet sein könnte. Ich konnte diese Rhashima einfach nicht greifen. Aalglatt wäre nicht der richtige Ausdruck, um Rhashima mit meinen Augen zu beschreiben, eher nebelig, rauchig, dunstig. Trotz ihrer massiven Statur kam es mir vor, als griffe man nach ihr und fasse nur Luft, nur ein Wölkchen Nichts. Plan A duldete keinen Aufschub.
Shakira erreichte ich nach einem 50 Meilen Flug südöstlicher Richtung.
"Hallo, meine Gute", begann ich forsch, "hast du einen Augenblick Zeit für mich?"
Sie starrte mich mit ihren klitzekleinen Augen an und zischelte mit ihrer gespaltenen Zunge. Es klang, als lispelte sie.
"Einen Augenblick will er. Schon vorbei."
Zumindest schien sie keine schlechte Laune zu haben. Ernsthaft konnte man eh nicht mit ihr reden.
"Ich möchte geistigen Beistand in einer nicht ganz astreinen Angelegenheit von dir erbitten.
"Was immer dir gegeben wird, liegt nicht in meinem Ermessen. Schau mich an. Schau mir tief in die Augen. Tiefer. Noch tiefer..."
Sie bewegte ihren Kopf schaukelnd seitwärts wie ein Pendel. Mir wurde schwarz vor Augen. Dann entschwanden meine Sinne, aber nicht so wie im Schlaf. Ich meinte, hellwach zu sein. Vor mir lief ein Film ab, der mir bekannt vorkam. Dooros, meine irische Heimat, tauchte im Glanz eines frühlingshaften Morgens aus dem Nichts vor mir auf. Alles war greifbar nahe, so als brauchte ich nur einen Schritt zu machen, um auf einem moosbedeckten Stein am Ufer des Sees zu landen. Was mich still begeisterte, mich regelrecht in seinen Bann zog, war das atemberaubende Licht der Sonne, das alles mit einem sanften und friedvollen, nebelähnlichem Gewand überzog. Von den kleinen frischen Knospen der Bäume tropfte Tau auf die spiegelglatte Oberfläche des Wasser am Ufer der Bucht. Sonst unhörbar begann ein Konzert aus Millionen Tropfen, wobei ich jeden einzelnen Tropfen in seiner Einzigartigkeit und in seinem unverwechselbaren Klang wahrnehmen konnte.

Nur mal nebenbei. Können Sie sich vorstellen, bei einem Konzert jede einzelne Geige herauszuhören, jede Taste am Klavier erklingen zu hören oder jedes Zupfen an der Saite eines Kontrabasses in ihren Ohren zergehen zu lassen? Eigentlich ist das nicht möglich. Ich erfuhr es aber und es war wunderbar. Ich durfte etwas über einen verlängerten Zeitraum wahrnehmen, was normalerweise vielleicht eine Sekunde dauerte. Ich durfte teilhaben an der unfassbaren Fülle des Augenblicks. Ergriffen und beschämt über meine Oberflächlichkeit hielt ich inne. Ich konnte nicht glauben, wie reich und belebend jeder einzelne Moment tatsächlich war. Mir wurde klar, dass ich in letzter Zeit mein Bewusstsein meistens in die Zukunft richtete, dorthin, wo ich als dynamischer, junger Rabe mit hochtrabenden Ambitionen meine Erfüllung suchte. Mir wurde genauso klar, dass ich sie dort nicht finden würde. Mir wurde etwas Drittes klar. Ich träumte mehr in der Realität als in meiner Hypnose. Es kam zu einem zweiten Abschnitt während meiner Session mit Shakira.

Immer noch in dieses warme, champagnerfarbene Licht gehüllt, tauchte nahe des Wassers eine weiße Katze auf. Kein Schock für mich, wie Sie meinen könnten, sondern eine willkommene Erscheinung. Wir saßen dort gemeinsam und erfreuten uns an dem Spiel der vielen Tautropfen. Ohne dass ich es groß bemerkte, holte die Katze einen Fisch aus dem Wasser und legte ihn mir zu Füßen. Ich bedankte mich wie selbstverständlich und gab ihr eine Handvoll leckerster Getreidekörner. So saßen wir vor unseren Gaben und rührten sie nicht an. Nach einer Weile tauschten wir die Plätze und aßen gemeinsam unsere Speisen. Dann verabschiedete sich meine Besucherin und entschwand vor meinen Augen.

Erstaunlicherweise konnte ich in meinem Trancezustand das Erlebte reflektieren. Mein Bewusstsein arbeitete auf höchstem Niveau und mit aller Leichtigkeit der Welt. Nie im Leben würde ich einen Fisch als Speise anrühren. Gleiches galt für die Katze in Bezug auf die nette Müslimischung von mir. Was hatte die Vision zu bedeuten?

Wir hatten uns gegenseitige Wertschätzung entgegengebracht. Und wir hatten uns so akzeptiert, wie wir waren. Die Katze bot mir an, etwas von ihr zu lernen. Dafür stand der Fisch. Ich bot ihr an, etwas von mir zu lernen. Dafür standen die Körner. Alles, was man im Leben tun kann, ist, ein Angebot zu machen - nicht mehr. War das Shakiras Botschaft?

Die Katze nahm meine leckeren Flocken nicht. Hatte sie überhaupt etwas mitgenommen? Ich wusste es nicht. Aber was hatte ich bekommen? Einen Fisch? Nein! Respekt, Liebe, Akzeptanz und vielleicht ein kleines bisschen Freundschaft mit einem sehr fremden Nachbarn. Was hatte ich gelernt? Die Dinge nicht zu ändern. Ich hatte ein Angebot bekommen. Wollte ich etwas ändern, dann konnte ich es nur bei mir selber. Ich hatte die Wahl bekommen, Fisch zu essen. Ich lehnte dieses Angebot ab. Aber ich hatte gelernt, dass auch die Katze das Recht hat, mein Angebot abzulehnen. Ich hatte verstanden, dass die einzige Aufgabe im Leben darin besteht, sich selber zu verändern. Nur das steht einem zu. Nur hier liegt die wahre Freiheit verborgen.

Shakira wies mich an, dreimal mit den Flügeln zu schlagen. Dem Traum entrückt, stand ich immer noch vor derselben Wirklichkeit, die mich zu Shakira geführt hatte, aber mit weniger Hoffnung auf ein erfolgreiches Durchführen meiner Pläne. Die beiden Welten, die ich vereinen wollte, standen sich unvereinbar gegenüber. Ich war enttäuscht. Zum Teufel mit der Spiritualität, schimpfte ich. Immer wenn ich nach spirituellem Zuspruch verlangte, bekam ich eine Abfuhr. Sie werden denken, warum ich aus der Hypnose und ihren erfreulichen Bildern nichts gelernt hatte. Das lag daran, dass mein Bewusstsein beim Erwachen einen rapiden Stellungswechsel vollzog. Die Erkenntnisse passten ganz und gar nicht in mein politisches und persönliches Konzept. Ich war befangen, konnte nicht loslassen von meiner Rolle. Meine Sucht nach substanzieller Erfüllung meiner Träume war bei weitem größer als das Verlangen nach spiritueller Balance. Shakira hatte mich dort im staubigen Sand sitzen lassen. Sie hatte sich auf und davon gemacht. Flügel aus Blei trugen mich mühsam zurück an den Hof.

Aus: Wolfgang Wiesmann, Hansi und Lilo oder Wie man ein guter König wird, Pfalzfeld: Kontrast Verlag, S. 159 ff.

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