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Transspiritualität

Evolution der Ewigen Liebe

Ekstase, Liebe, Tod, Urvertrauen, Resonanz, Konstruktivismus, Karma, Quantenphysik, Synchronizität, Wirklichkeit, Möglichkeit, Evolution der Liebe, Globalisierung, Wu wei, Freude, Gelassenheit
Seite 2

Themenübersicht:
  1. Einleitung
  2. Seite 1
    1. Liebe als ewiger Augenblick der Freude
    2. Der spirituelle Pfad: Schleusen und Klippen
    3. Erfahrungen des Einsseins
    4. Essenzen mystischer Erfahrung - Erleuchtung und das alltägliche Leben
  3. Seite 2
    1. Tat twam asi und Wu wei
    2. Resonanzgesetz - Karma - Bardos
    3. Das Jenseits - Implizite Ordnung - Nirvana
    4. Koinzidenz und Kausalität
    5. Möglichkeit und Wirklichkeit
    6. Evolution der Liebe
    7. Einklang mit dem schöpferischen Urprinzip
    8. Wu wei - Weg der Freude und Gelassenheit
  4. Anhang: Text aus den Upanishaden - Zitat von Dostojewski - Quellen

5. Tat twam asi und Wu wei

Liebe als Ekstase

"Ist Liebe eine Gefühl?",
hat sich Robert Musil einmal gefragt und geantwortet:

"Ich glaube nein. Liebe ist eine Ekstase." (11)

Im Altgriechischen bedeutet ekstasis sowohl das Aussichheraustreten als auch die Verrücktheit.
Liebe ist die Hingabe des begrenzten Selbst an das Unbegrenzte selbst.
Wir treten aus dem Kokon unserer eingebildeten Selbsthülle heraus und verschmelzen mit dem kosmischen Ozean.

Ohne die Illusion unseres isolierten Selbst erleben wir - und die anderen - uns als verrückt und sind es auch im wörtlichen Sinne. In dieser Verrückung nehmen wir eine andere Stellung im Kosmos ein, wie etwa ein Frosch, dem plötzlich Flügel gewachsen sind, und dem sich in den höheren Gefilden ganz neue, verrückte Perspektiven bieten.


Robert Musil
Robert Musil
(1880 - 1942)
österreichischer Schriftsteller
Sein Werk
"Der Mann ohne Eigenschaften"
ist ein unvollendeter philosophischer Roman, der jeden, der sich darauf einläßt, in die tiefsten Abgründe und höchsten Plateaus von Mensch und Kosmos führt.
Die meisten Menschen kennen dieses ekstatische Gefühl - wenn überhaupt - als eine mehr oder weniger häufige Begleiterscheinung des Orgasmus, den die Franzosen sinnigerweise als petit mort (kleiner Tod) bezeichnen. Für einen winzigen Augenblick ist unser Ich verschwunden, und wir erleben ein Gefühl ozeanischer Verschmelzung.

Bald darauf kehren wir wieder in die vertraute Höhle (Platon) unseres Ich zurück, die wir dann - im unmittelbaren Kontext mit dem ekstatischen Himmel - als Hölle empfinden: Omne animal post coitum triste - Jedes Lebewesen ist nach dem Geschlechtsverkehr traurig (Aristoteles, Augustinus).

Die Liebe zwischen zwei Personen ist bestenfalls ein Vorhof zur universellen Liebe, und ein ekstatischer Orgasmus bietet nur einen Vorgeschmack auf einen Zustand permanenter Ekstase, wonach wir alle uns - bewusst oder unbewusst - sehnen, der uns jedoch als irdische Wesen vorenthalten bleibt.
Wir können uns diesem Zustand aber annähern, durch Verinnerlichung und Ausübung der vier transspirituellen Grundelemente.

Es geht ganz "einfach" darum, unser Leben mehr und mehr nach den Erfahrungen auszurichten, die wir in ekstatischen Momenten erleben durften.

Begrenzt oder grenzenlos?

"Jedes andere Gefühl als das grenzenlose ist wertlos." (12)
Robert Musil

In jedem Augenblick unseres Lebens stehen wir vor der Wahl, uns selbst zu begrenzen, oder uns dem Grenzenlosen hinzugeben.
Kein Glaube - welcher Art auch immer - wird uns je dazu bewegen, uns für die Hingabe zu entscheiden. Nur in der transspirituellen Erfahrung des grenzenlosen Selbst öffnen sich dessen Schleusen ganz von selbst.

Aus dem Glauben, in dem immer noch ein letzter Zweifel mitschwingt, wird Urvertrauen, das uns jeden Zweifel überwinden lässt.

Alles, was unser Leben ausmacht, Gedanken, Gefühle, Träume, Ereignisse, Begegnungen usw. können wir entweder insgesamt als Erscheinungsformen unseres Lebens betrachten und annehmen, oder wir können Teile davon als etwas Äußeres von uns weisen, mit dem wir nichts zu tun haben.

In letzterem Fall spalten wir einen Teil von uns ab, den wir entweder ignorieren oder auf andere projizieren.
So entstehen das Gute, mit dem wir uns identifizieren, und das Böse, das wir nach außen verlagern. Über das "Böse" in uns haben wir dann keine Macht, da wir es nicht einmal sehen. So kann das von uns Geleugnete, ins Außen Verdrängte, in uns sein Unwesen treiben, ohne dass wir darauf Einfluss nehmen könnten.

Tat twam asi

Was wir sind und was wir zu sein glauben, sind zwei verschiedene Dinge.
In uns uneins, erleben wir das "Böse" als ein äußeres Schicksal, das über uns herfällt. Wir verherrlichen die Welt, wenn sie es gut mit uns meint, und verteufeln sie, wenn uns Schlechtes widerfährt.
Akzeptieren wir dagegen das Lebensprinzip des Tat twam asi, erkennen wir uns selbst in allem, was wir sind und bekennen uns zu allem, was uns begegnet.
Es gibt nun keine Aufteilung mehr in Gut und Böse. Alles ist, was es ist, und all das sind wir; das heißt, wir sind eins mit allen Erscheinungen des Lebens, die sich in unserem Bewusstsein spiegeln. Im Geist der Transspiritualität erfahren wir keine Grenzen mehr zwischen uns und der Welt und können deshalb alles so lieben, wie es ist.

Leugnen wir das Tat twam asi und grenzen uns gegenüber dem und den anderen ab, dann kommen wir zwangsläufig in Versuchung, uns auf Kosten der als ein Außen erlebten Welt zu bereichern. Unser Handeln zielt im Umgang mit der äußeren Welt darauf ab, sie uns einzuverleiben, damit das, womit wir uns identifizieren, wächst. Die Früchte unseres Handelns messen wir daran, wie gut uns das gelingt, das heißt wie viel Besitz wir anhäufen und wie viel Macht und Kontrolle wir über andere haben.
Unsere Befriedigung beziehen wir weniger aus dem Besitz und der Macht selbst als aus dem Besitzergreifen und der "Machtergreifung", das heißt, unser Hunger wird durch das Einverleibte nicht gestillt, sondern macht unaufhörlich Appetit auf mehr.

In diesem Getriebensein gehen wir ganz auf, werfen gelegentlich einen kurzen Blick auf unsere bisherige Beute, um gleich wieder auf die Jagd zu gehen.
Die Welt be- und ergreifen wir als etwas Zuhandenes im Sinne von Heidegger, das insgesamt nur Mittel ist zu unserem Zweck. Das gilt auch für die, die wir zu lieben glauben oder vorgeben. Sie sind lediglich unsere Lieblingsspielzeuge und Trophäen, für die wir nur so viel von dem uns Einverleibten herausrücken, wie zu deren Benutzung und Kontrolle erforderlich ist.
Der Preis des überfressenen und nie satten Bauches ist die dicke Haut, die ihn vom Unbegrenzten, der Liebe, trennt.

Wer das Tat twam asi verinnerlicht hat, hat die Erfahrung hinter sich, dass die Mehrung des begrenzten Selbst als Ego zu einer Minderung des unbegrenzten Selbst als Liebe führt.

Der sich seiner selbst als Kosmos bewusste Geist braucht sich nichts einzuverleiben - was über die Erhaltung seiner physischen Existenz hinausgeht -, weil er alles ist. Die Beweggründe seines Handelns sind deshalb nicht auf seinem persönlichen Vorteil gegründet, sondern orientieren sich an dem, was das Leben als unbegrenztes Ganzes im jeweiligen Augenblick manifestieren will.

Am treffendsten wurde dies bezeichnet von Laotse mit dem Begriff Tao; im Christentum von Jesus: "Nicht mein, sondern Dein Wille geschehe!"; im Hinduismus ist es die bedingungslose Hingabe an Krishna, wie sie in der Bhagavadgita gefordert wird.

Wu wei

Wer so handelt, ist ein Segen für alles Lebendige, das ihn umgibt, denn er erhält die schönsten Früchte als Geschenk aus der unmittelbaren Hand des Lebens selbst.
Das ist mit dem Begriff Wu wei gemeint. Der Handelnde handelt nicht, da er dem Leben selbst das Handeln überlässt. So wie der berufene Maler dem Tao die Führung des Pinsels anvertraut, so stellt sich, wer Wu wei praktiziert, dem Leben als freier Diener in Demut und Hingabe zur Verfügung.

Statt seine ganze endliche Welt zu instrumentalisieren, dient er dem unendlichen Leben als Instrument.

In allem, was er tut und nicht tut, ist er im Einklang mit der Schöpfung, als dessen Werkzeug er am Schöpfungsprozess selbst teilhat.

Die Freude, die er anderen schenkt, ist seine eigene größte Freude.

Wie ein Gärtner erfreut er sich an allem, was um ihn herum wächst und gedeiht und ist dankbar, wenn das Leben sich seiner als Quelle der Freude bedient. So ist er frei von Begierde und unstillbarem Hunger und lebt von der Liebe als das Leben, das ihn mit jedem Atemzug nährt.

Greifen und Loslassen

Haben wir das Tat twam asi nicht verinnerlicht, und praktizieren wir das Wu wei nicht, dann treten wir dem Leben als einem Gegner gegenüber, den es zu berechnen und zu beherrschen gilt.

Durch Studium und Anwendung der Naturgesetze können wir uns die Tatsache zunutze machen, dass das Leben sich uns teilweise in Konstanten präsentiert, die es in einem gewissen Rahmen berechenbar machen.
So können wir präzise vorhersagen, wann die Sonne an einem bestimmten Punkt der Erde auf- und untergehen wird, wie wir ein Auto konstruieren müssen, damit es wenig Sprit verbraucht und wie wir Schweine züchten müssen, damit sie in möglichst kurzer Zeit möglichst viel auf die Waage bringen.

Der technische Fortschritt, den uns dieses Wissen ermöglicht, ist zunächst wertneutral. Wir können diesen Fortschritt primär zu unserem eigenen Profit nutzen, oder zum Wohl des Lebens als globalem Ökosystem.

Im ersteren Falle klicken wir uns aus der Gegenwart aus und fokussieren unsere Lebensenergie auf die Zeitdimensionen Vergangenheit und Zukunft. Wir erforschen vergangene Lebensprozesse, um daraus das Wissen zu gewinnen, wie wir aus ihnen zukünftig größeren persönlichen Nutzen erzielen können.

Dasselbe gilt im Prinzip auch für den zweiten Fall, dann nämlich, wenn sogenannte "Ökomissionare" sich zum Hauptziel setzen, die Menschheit zu retten, wobei die Erhaltung der Artenvielfalt wiederum nur Mittel zum Zweck ist. Dieser Standpunkt ist anthropozentrisch, und wie jeder egozentrische "Raubtierkapitalismus" lässt er den Respekt vor dem Leben in all seinen Erscheinungsformen vermissen, vgl. Zitate von Ken Wilber.

Was geschieht, wenn wir darauf verzichten, dem Lebensfluss unseren eigenen strategischen Stempel aufzudrücken?

Jesus auf Gethsemane
Jesus auf dem Berg Gethsemane:
Nicht mein, sondern dein Wille geschehe!

Wir verlieren unseren bloß subjektiven Standpunkt und erleben das
Geschehen aus der Perspektive des Lebens selbst. Unser zielfixiertes Denken verwandelt sich in reines Gewahrsein und unser egogesteuertes Handeln in gelassenes Loslassen.

Frei von jeglichem Greifen stellen wir für alles Lebendige in unserer Umgebung keine Bedrohung dar.
Tiere spüren das auf besonders sensible Weise und verhalten sich so, als wären wir gar nicht da oder suchen unsere Nähe wie die eines friedlichen Artgenossen.
Ängstliche, verschlossene und vorsichtige Menschen legen plötzlich - gegen alle Gewohnheit - ihre Masken und Rüstungen ab und öffnen sich uns ohne Argwohn.
Wie ist das möglich?



6. Resonanzgesetz - Karma - Bardos

Im Zustand absichtsloser und liebevoller Präsenz befinden wir uns in einer Schwingungsfrequenz, oder in einer morphischen Resonanz, wie Sheldrake es formuliert, die alles Lebendige in unserer Umgebung magisch anzieht und zwar in dem Maße, wie die jeweiligen "Liebesantennen" ausgefahren sind.

Sobald wir aber beginnen, nach dem zu greifen, was sich uns vertrauensvoll annähert, verkörpern wir ein anderes Schwingungsmuster und wirken abstoßend.
Im selben Augenblick sind wir verbannt aus dem Reich der ewigen Gegenwart, das heißt des ewigen Lebens und der ewigen Liebe. Aus dem Zustand der Ekstase sind wir zurückgekehrt ins Reich der Jäger und Sammler.

Gleiches zieht Gleiches an

Gleiches zieht Gleiches "magisch" an.

Neben Aristoteles haben viele der alten Weisen dieses Prinzip erkannt, auf dem auch die Homöopathie nach Samuel Hahnemann basiert: similia similibus curantur - Ähnliches wird durch Ähnliches geheilt.
Der Volksmund sagt: "Wie man in den Wald ruft, so schallt es heraus".
Einer der führenden Vertreter des Konstruktivismus, Paul Watzlawick, hat uns in seiner Geschichte mit dem Hammer anschaulich demonstriert, wie wir unsere eigene Realität konstruieren.

Solange wir auf der Sonnenseite des Lebens stehen, fällt es uns leicht, das Resonanzgesetz anzuerkennen, nach dem wir die Schöpfer unserer Wirklichkeit sind.
Konstruieren wir aber ein höllisches Szenario, in dem wir die Leidtragenden sind, dann neigen wir dazu, unsere Verantwortung zu leugnen und suchen nach einem Schuldigen außerhalb von uns. Das gilt insbesondere dann, wenn wir in unserem Leben nichts finden können, was das unsägliche Leid verursacht haben könnte.

Betrachten wir das Leben als einen Prozess der ewigen Wiederkehr, so finden wir im Gesetz des Karma eine Erklärung für die Diskrepanz zwischen Handeln und Schicksal, die sich in vielen Lebensläufen zu offenbaren scheint. Unser gegenwärtiges Karma beinhaltet die Gesamtheit unseres Denkens und Handelns und wirkt als die aktuelle Schwingungsfrequenz, auf deren Basis wir Ereignisse anziehen oder abstoßen.

Die Beschaffenheit unseres Schwingungs- bzw. Resonanzmusters ist primär von einer einzigen Größe abhängig: LIEBE.
Das bedeutet, dass kein Karma denkbar ist, aus dem heraus wir uns nicht augenblicklich durch Liebe befreien könnten.

Vom extremen Ego zum reinen Selbst?

Es mag zunächst paradox erscheinen, dass unsere größten Chancen auf Befreiung in den Momenten unseres Lebens liegen, wo wir unsere egozentrische Lieblosigkeit auf die Spitze getrieben haben.

Ein berühmtes Beispiel dafür ist Buddha, der seine Sinnenlust exzessiv ausgelebt hatte, ehe er zu grenzenlosem Mitgefühl fähig war.
Ferner erinnern wir uns, wie sehr Jesus von der Rückkehr des verlorenen Sohnes gerührt war und wie bereitwillig er jedem Verbrecher vergab, der durch die Sünde hindurch den Weg zu Liebe und Hingabe gefunden hatte.
Oder denken wir an Dostojewskis Raskolnikow, der sich nach dem Mord an eine alte Pfandleiherin bewusst wurde, dass er nicht sie, sondern sein eigenes gieriges Ego getötet hatte, sich freiwillig stellte, die Strafe als Sühne auf sich nahm und schließlich der irdischen und göttlichen Liebe begegnete.

Wie kein anderer Schriftsteller hat Robert Musil dieses Phänomen auf den Punkt gebracht:

"Nie ist das, was man tut, entscheidend, sondern immer erst das, was man danach tut."
(13)

Als manifestierte Wesen aus Fleisch und Blut befinden wir uns nie durchgängig im Zustand der reinen Liebe - das heißt ohne jedes Greifen und ohne jeden Zweifel - bzw. im Zustand der völligen Abwesenheit von Liebe - als ununterbrochenes Anhaften und totale Verzweiflung.

Ersteres wäre der ewige Himmel, Letzteres die ewige Hölle.
Als Menschen erfahren wir immer nur den bedingten Himmel und die bedingte Hölle in Form von Bardos, das heißt von Zwischenzuständen.

Selbst Jesus durchlief am Kreuz noch kurz vor seinem Tod die Bardos von Hölle und Himmel:

"Mein Gott, warum hast du mich verlassen?"


"Vater, in deine Hände empfehle ich meinen Geist!"


7. Das Jenseits - Der Himmel - Implizite Ordnung - Nirvana


Der Himmel auf Erden, - oder in der Terminologie des Quantenphysikers David Bohm der Himmel der expliziten Ordnung - ist ein bedingter, der die Frage nach einem unbedingten "Jenseits" impliziert.

Begriffe wie die implizite Ordnung, das Nirvana oder das Reich Gottes suggerieren, dass unserer bedingten Realität etwas Unbedingtes zugrunde liegt.

Im Zustand der Abwesenheit von Licht und Liebe unterliegen wir der dualistischen Illusion einer Trennung in implizite und explizite Ordnung, Nirvana und Samsara, irdische Welt und Reich Gottes. Im Zustand von Licht und Liebe erleben wir ihre Einheit.

Die Bedeutung unseres Lebens hier auf Erden wird durch die Annahme einer wie auch immer gearteten impliziten Ordnung keineswegs geschmälert.
Wer sich damit tröstet oder trösten lässt, er werde das auf dieser Welt Entbehrte in einem obskuren Jenseits als Belohnung für ein tugendhaftes Leben frei Haus geliefert bekommen, begeht einen fatalen Irrtum:

Bei unserem physischen Tod werden wir genau dort abgeholt, wo wir zu jenem Zeitpunkt stehen und zwar als das Schwingungsmuster oder die Seele, die wir dann sind.

Haben wir die Gnade erfahren, bei einem Nahtoderlebnis den Lichttunnel zu passieren und für eine Weile in die unbeschreibliche Sphäre von Licht und Liebe einzutauchen; haben wir dabei unser individuelles Leben Revue passieren sehen unter dem alleinigen Gesichtspunkt von Liebe und Nicht-Liebe, dann wissen wir um die Bedeutung unseres Daseins - und was auch immer uns in diesem Leben widerfährt, bzw. in einem "jenseitigen" erwartet:
Unser Urvertrauen ist unerschütterlich, jenseits von Glauben und Unglauben.

8. Koinzidenz und Kausalität

Um zu diesem Wendepunkt zu gelangen, sind neben Nahtoderlebnissen alle Erfahrungen des Einsseins geeignet, in denen wir aus unserer subjektiven Begrenzung herausgetreten sind. Das gilt auch für die gewöhnlichsten Alltagssituationen, in denen wir durch das Praktizieren von Tat twam asi und Wu wei am Zauber des Lebens unmittelbar partizipieren.

Diesen Zauber verdanken wir einem neuen Bewusstsein, dessen Inhalte nicht mehr primär nach kausalen Gesichtspunkten strukturiert sind und auf einer linearen Zeitvorstellung basieren. Solche Orientierungshilfen benutzen wir nur noch, um uns in der physischen Realität zurechtzufinden.

Wo es aber um das Verstehen von Sinnzusammenhängen geht, fragen wir nicht mehr nach Ursache und Wirkung, nach vorher und nachher, sondern:

"Was trifft mit wem zusammen?"

Statt die Erscheinungen des Lebens wie an einer vertikal ausgerichteten Perlenkette in ihrem Nacheinander zu betrachten, konzentrieren wir uns auf die einzig lebendige Perle des gegenwärtigen Augenblicks und nehmen diesen in seiner Mehrdimensionalität wahr (als Einheit von impliziter und expliziter Ordnung).
Hierzu ein Beispiel:

Was trifft mit wem oder was zusammen? - Ein banales Beispiel

S. wirft eine Bananenschale auf die Straße. K. tritt darauf, rutscht aus und bricht sich ein Bein K. verklagt S. auf Schadensersatz, wozu R. ihn schließlich verurteilt. Positivistisch betrachtet haben wir es hier mit einem klaren Fall zu tun:
Die weggeworfene Bananenschale von S. war die Ursache für das Ausrutschen von K.; das Ausrutschen war die Ursache für den Beinbruch, dieser die Ursache für die Klage auf Schadensersatz, die wiederum ursächlich war für den Urteilsspruch von R.

Verlassen wir die Perspektive des Richters und richten an dieser Stelle unseren Blick in die Tiefe, dann könnten wir auf das folgende Szenario stoßen:

K. hatte vor seinem Beinbruch eine stressige Zeit und stand - ohne sich dessen bewusst zu sein - kurz vor einem Herzinfarkt. Sein Unbewusstes erkennt die Gefahr und inszeniert sie symbolisch auf mentaler Ebene in einer Reihe von Träumen, in denen K. auf verschiedene Weisen zu Fall kommt und sich verletzt. K. nimmt diese Träume entweder nicht wahr oder nicht ernst und vermindert deshalb weder seinen Stress noch achtet er auf Gefahrenquellen, die ihn zu Fall bringen könnten.
Nun inszeniert das Leben auf der physischen Ebene eine Situation, die K. zu Fall bringt. Er tappt in die " Falle ", verletzt sich und überlebt zunächst einmal. Wie geht K. nun weiter mit dieser Situation um? Von den verschiedenen Möglichkeiten, die sich ihm bieten, greife ich hier drei heraus und nenne sie Variante K1, K2 und K3.

Banane
Wer tritt auf die Bananenschale?
K1 hadert mit seinem Schicksal und gibt S. die Schuld für sein " Unglück " (Projektion). Er schont seinen Körper nicht und versucht mit seinem gebrochenen Bein das Letzte aus sich herauszuholen. Wenige Wochen nach dem Unfall stirbt er an Herzversagen.

K2 nutzt die Zwangspause, um sich zu erholen, erkennt aber nicht den tieferen Sinn seines Unfalls. Einige Jahre später begegnen ihm wieder in Träumen und in der Realität die verschiedensten Symbole, die eine lebensbedrohliche Situation signalisieren. Er erkennt diese Symbole nicht und stirbt schließlich an einem Herzinfarkt.

K3 stellt sich angesichts seines Unfalls die Frage: " Wofür ist das ein Zeichen? " Er erinnert sich an seine Träume und sein unachtsames Verhalten beim Unfall, stellt die Beziehung zu seinem stressigen Leben her, gönnt sich ab jetzt mehr Ruhe und überlebt K1 und K2 um viele Jahre.

Nun könnten wir die Perspektive wechseln und uns fragen: "Wie gehen S1, S2, S3... und R1, R2, R3... mit der geschilderten Situation um?" Wir kämen dabei immer wieder zum gleichen Resultat: Es bieten sich verschiedene Möglichkeiten, und jeweils eine davon wird für uns Wirklichkeit.

9. Möglichkeit und Wirklichkeit


Wie wird aus Möglichkeit Wirklichkeit?


Die großen Weisen aller Zeiten und Kontinente stimmen weitestgehend darin überein, dass es systemische Determinanten gibt (meist als Schicksal bezeichnet), die festlegen, welche Möglichkeit für uns Wirklichkeit wird. Umstritten ist die Rolle des menschlichen Willens bei diesem Prozess. Extreme Positionen sind: "Alles ist Schicksal." = Fatalismus und
" Die Welt ist mein Wille. " (14)
Arthur Schopenhauer

Wer erklären könnte, wie aus Möglichkeit Wirklichkeit wird, wäre im Besitz der Weltformel. Vieles spricht dafür, dass dieses Geheimnis dem Menschen ein ewiges Rätsel bleiben wird. Alle bisherigen Antworten jedenfalls sind spekulativer Natur.

Am plausibelsten erscheint mir die taoistische Haltung, nach der wir uns gar nicht erst bemühen sollten, das ewige Geheimnis zu entschlüsseln, sondern uns ihm wach und hingebungsvoll anvertrauen sollten. Die Frage, die sich dann stellt, ist weniger eine hypothetische als eine praktische:

Wie können wir lebendig leben?

Unsere bloße physische Existenz sagt wenig darüber aus, wie wir am Leben teilhaben.
Lebendig sind wir und fühlen wir uns dann und nur dann, wenn wir im Fluss sind, das heißt im Einklang mit dem Leben. Jede Unterbrechung des Flusses stellt eine Stagnation dar, eine energetische Blockade, die ihren Ausdruck in körperlichen und seelischen Symptomen findet.

Wie wir in der Ekstase einen petit mort erleben, so sterben wir auch in der krankhaften Energieblockade einen kleinen Tod. Der Unterschied besteht "lediglich" darin, dass unser Ich sich in der Ekstase mit dem Ganzen punktuell verbunden weiß, während es sich in der Krankheit als vom Ganzen abgespalten erlebt. Krankheit ist blockierte Energie. Gesundheit ist nichts anderes als der freie Fluss von Lebensenergie, chinesisch Qi, als Quelle der Vitalität.

Betrachten wir unter diesem Aspekt die drei Varianten von K, so stellen wir fest, dass sie alle - wenn auch in unterschiedlicher Qualität - einen Verlust an Lebensenergie davon getragen haben.

Wie sähe nun die K-Variante aus, die sich im Einklang mit dem Leben befindet?
Nach welchen Kriterien sich das Leben jeweils für eine Variante "entscheidet", die dann aus dem Reich der Möglichkeiten ins Reich der Wirklichkeit tritt, wissen wir nicht. Eines aber können wir feststellen:

Je kleiner die Elemente des Lebens sind, die wir beobachten, desto zufälliger erscheinen sie uns. Die wohl bahnbrechendste Entdeckung der Quantenphysik besteht darin, dass im Allerkleinsten, was wir beobachten und überhaupt denken können, der absolute Zufall zu herrschen scheint. Bei der Kommunikation einzelner Photonen bzw. Quanten, also dort, wo es nur noch um 1Bit Information geht, geschieht scheinbar alles zufällig, jenseits von Ursache und Wirkung.

Richten wir dagegen unseren Blick auf das Allergrößte, den Kosmos, altgriechisch: Ordnung, so finden wir eine Weltordnung vor, in der alles nach einem geheimen Prinzip aufeinander abgestimmt zu sein scheint.

Zufall und Sinn

"Das Wahre ist das Ganze." (15)
G.W.F. Hegel

Deshalb wird das Ganze sich uns niemals erschließen, wenn wir unseren Blick auf seine Teile fixieren, und wenn wir glauben, als separierte Teile das Ganze beobachten und beurteilen zu können.
Wirklich ganz sind wir nur als fließendes, integrales kosmisches Element.

Indem die Quantenphysik die mechanische Kausalität aus dem mikrokosmischen Bereich definitiv verbannt hat, hat sie die metaphysische Frage nach einer Teleologie bzw. Intentionalität des Lebens zugespitzt.

Wenn es physikalisch völlig unerklärbar ist, warum ein Photon bzw. Quant sich so oder so verhält, dann müssen wir uns entscheiden:

Entweder ist alles Zufall, oder alles hat Sinn.

Dieser mag sich zwar im Einzelnen unserer Beobachtung entziehen, aber im Ganzen manifestiert er sich, unabhängig davon, ob wir ihn erkennen können oder nicht.

In Experimentum Mundi schreibt der Philosoph Ernst Bloch:

"Denn das Reale enthält in seinem Sein die Möglichkeit eines Seins wie Utopie, das es gewiß noch nicht gibt, doch es gibt den fundierten, fundierbaren Vorschein davon ...". (16)
Ernst Bloch

Bloch geht also nicht nur davon aus, dass es in allem Realen einen Sinn gibt, sondern dass wir diesen Sinn auch aus den Tendenzen, die das Reale enthält, ablesen können.
Wer sich nicht für den Zufall als Schöpfungsprinzip entscheidet, dem drängt sich die Frage nach einer kosmischen Entelechie (Aristoteles) auf, nach dem höchsten Prinzip, das sich in der gesamten Schöpfung verwirklicht.

Für mich sieht dieser Sinn so aus:

10. Evolution der Liebe


Der Kosmos ist die Evolution der Ewigen Liebe.

Alle Sünden und Verbrechen, die wir in unserem Leben begehen, dienen nur dem einen Zweck, uns zur Liebe hinzuführen.

Deshalb kommt es immer nur darauf an, was wir danach tun, wie Musil es formuliert hat.

Die Liebe im Sinne des praktizierten Tat twam asi und Wu wei ist die einzige Existenzweise, in der wir unser Einssein mit allem erleben, das heißt grenzenlos und ewig sind.

Deshalb sehe ich die Intentionalität des Tao darin, dass alles, was im Kosmos geschieht - implizit wie explizit - als höchsten Zweck die Evolution der Liebe hat.

Nach Laotse ist das Tao das der ganzen Welt zugrunde liegende, alles durchdringende Prinzip, das in jedem Augenblick des Lebens am Werke ist und immer nur erfahren, jedoch als das Ganze nie von einem seiner Teile erkannt werden kann.

Quantenphilosophisch, im Sinne David Bohms, könnte man es als das die implizite und explizite Ordnung implizierende Prinzip bezeichnen, buddhistisch als die Einheit von Nirvana und Samsara oder christlich als unio mystica wie bei Meister Eckhart.

Es ist zugleich die absolute Leere und die Gesamtheit aller Manifestationen, das heißt reine Möglichkeit und absolute Wirklichkeit.

Hier könnte man einwenden, dass eine vollkommene, ewige Liebe sich nicht mit dem Begriff der Evolution verträgt. Kann etwas vollkommen sein und dennoch wachsen?
Der scheinbare Widerspruch löst sich auf, wenn man die implizite Ordnung, das Tao oder Nirvana als ein alles Sein und Nicht-Sein umfassendes Ganzes versteht, das absolut gesehen vollkommen und unveränderlich ist und nur vom relativen Standpunkt der Welt als expliziter Ordnung aus betrachtet, als etwas Werdendes erscheint:

Die Schöpfung ist Liebe als evolutionärer Prozess des Werdens. -
Der Urgrund der Schöpfung ist Liebe im Zustand des ewigen Seins.


Ewige Liebe und Sterblichkeit
... denn alles, was entsteht, ist wert, daß es zugrunde geht ..., lässt Goethe den Teufel im Faust sagen.
Das ist der Grund, warum die ewige Liebe nie unmittelbar auf der irdischen Bühne erscheint. Dennoch ist sie in jedem gegenwärtig, der bedingungslos liebt, und verwandelt Vergängliches in Ewiges.


11. Einklang mit dem schöpferischen Urprinzip


In jedem Augenblick unseres Lebens haben wir die Wahl, uns der Intentionalität des Tao ganz hinzugeben oder unsere eigenen begrenzten Absichten zu verfolgen.

Zwei Archetypen: das Kind und der Weise

Es gibt zwei Archetypen, die sich idealtypisch im Einklang mit dem Tao befinden: das unbefangene Kind und der befreite Weise.

Solange wir noch nicht vom Baume der Erkenntnis gegessen haben, deckt sich unsere eigene Intentionalität mit der des Tao, da wir noch gar nicht die Möglichkeit haben, dem ganzheitlichen Lebensprinzip ein individuelles entgegen zu setzen. Alles ist im Fluss, und das Leben ist voller wundersamer Überraschungen.

Der gewöhnliche Erwachsene verstrickt sich dagegen in einen permanenten Kampf seiner eigenen Absichten und Lebenskonzepte mit dem allwissenden Prinzip des Tao.

Der Weise hat die Nichtigkeit seines beschränkten Wissens erfahren und gibt dieses freiwillig auf zugunsten einer Hingabe an die allmächtige Weisheit des Tao.

Das Gemeinsame der beiden Archetypen "Das Kind" und "Der Weise" besteht in der vertrauensvollen Hingabe an eine höhere Weisheit und der daraus resultierenden Präsenz im Fluss des Lebens.

Beide lieben das Leben so, wie es ist:
das Kind, weil es noch nicht gelernt hat, das Leben einzuzäunen und der Weise, weil er sich aus seiner eigenen Umzäunung befreit hat.

Beide erleben das Leben als unendliche Gegenwart: das Kind intuitiv, der Weise bewusst.

Dem Tao zu folgen bedeutet also, die unendliche Fülle zu realisieren (Tat twam asi) und gleichzeitig die Leere zu praktizieren (Wu wei). Mit unübertroffener Klarheit hat Laotse das so formuliert:

"Wer das Lernen übt, vermehrt täglich.
Wer den SINN [= Tao] übt, vermindert täglich.
Er vermindert und vermindert,
bis er schließlich ankommt beim Nichtsmachen.
Beim Nichtsmachen bleibt nichts ungemacht.
" (17)
Laotse

Nur wenige Menschen leben so.
Fast jeder möchte seine Individualität stolz zur Geltung bringen, indem er gegen die Intentionalität des Tao seine eigenen Belange durchzusetzen versucht. Statt das Leben fließend in ihm und durch ihn sich manifestieren zu lassen, kämpft der egogesteuerte Mensch um die Realisation seiner eigenen Intentionalität in Form von unzähligen Ich-Varianten (Ich 1, Ich 2, Ich 3 ...). Dabei verstrickt er sich in eine Pseudoidentität, die ihn sich immer mehr von seinem wahren Selbst entfernen lässt: Statt im Ewigen zu verweilen, verwest er im Vergänglichen.

Vollendung des Eigenen durch Verzicht auf das Eigene


"Der Himmel währt ewig, die Erde dauert.

Himmel und Erde können deshalb
ewig währen und dauern,
weil sie nicht um ihrer selbst willen leben.
Daher können sie ewig währen und dauern.

Darum der Weise:
Er setzt sein Selbst hintan
und kommt dann selbst voran.
Er entäußert sich seines Selbst
und bleibt dann selbst bewahrt.

Ist es nicht so, weil er ohne Eigennutz ist?
Darum wird sein Eigenstes vollendet.
" (18)
Laotse

Nichts Eigenes wollen heißt lieben.

In der Liebe wird unser Eigenes als das Ewige und Ganze vollendet.
Das gilt nicht für die exklusive Liebe zu etwas Bestimmtem wie Partner, Familie, Besitz usw. Diese ist begrenzt und vergänglich.
Erst wenn sich unsere Liebe ins Grenzenlose öffnet, durchflutet sie auch die Zuneigung zu unseren Liebsten und verwandelt Zweckbündnisse in Liebesbeziehungen.

Wer nur sein Eigenes will, mag reich, mächtig und berühmt werden. Was Liebe ist, wird er nie erfahren.
Wer dagegen die Liebe als Tat twam asi und Wu wei lebt, ist ewig und dauernd wie Himmel und Erde.

12. Nochmals Wu wei - Weg der Freude und Gelassenheit


Ein Leben in Freude und Gelassenheit ist nur möglich, wenn man sich selbst und die Welt in jedem Augenblick so akzeptiert, wie sie ist. Gab es aber je eine Welt, zu der man guten Gewissens uneingeschränkt hätte ja sagen können?

Dialektik

An diesem Dilemma haben sich Philosophen aller Zeiten die Zähne ausgebissen, außer denjenigen, die in der Lage waren, dialektisch zu denken. Dialektik resultiert aus der Erfahrung, dass nichts ist und alles wird. Zu den größten Dialektikern der Philosophiegeschichte zählen Heraklit, Laotse und Hegel.

Als Philosophie des Werdens bekam die Dialektik im 20. Jahrhundert neuen Auftrieb durch die spektakulären Entdeckungen der Quantenphysik. Der Blick durch die „Quantenbrille“ offenbarte den erstaunten Physikern, dass es kein einziges Ding auf dieser Welt gibt, das auch nur für den Bruchteil einer Sekunde gleich bleibt. Alles ist jederzeit in Bewegung und verändert sich somit kontinuierlich.
Jeder Versuch, die permanente Bewegung der Dinge aufhalten zu wollen, wäre eine Revolution im ursprünglichen Sinne des Wortes. Die Grundbedeutung von Revolution ist im Lateinischen das Zurückwälzen eines Steines, in der Mythologie als Sisyphusarbeit bekannt.
In diesem Sinne sind die als gesellschaftliche Gegensätze verstandenen Extreme Revolution und Reaktion im Kern identische Handlungsweisen. Sie unterscheiden sich prinzipiell nur durch die Bestimmung des Punktes in der Raumzeit, an den der Stein zurückgewälzt werden soll. Revolutionäre und Reaktionäre haben die Welt nur auf verschiedene Weise verändert, es kommt darauf an, sie zu verstehen.

In der Phänomenologie des Geistes schreibt Hegel:
"Wir müssen davon überzeugt sein, daß das Wahre die Natur hat, durchzudringen, wenn seine Zeit gekommen, und daß es nur erscheint, wenn diese gekommen, und deswegen nie zu früh erscheint, noch ein unreifes Publikum findet."
(19)

Liebe in den Zeiten der Globalisierung

Zu Zeiten der Globalisierung und des Klimawandels fragen sich viele Menschen:
Wo hält sich die Natur des Wahren am Beginn des dritten Jahrtausends versteckt?

Überall blicken wir in die hässlichen Fratzen dessen, was wir als unwahr empfinden: verlogene Moral, verlogene Politik, verlogene Werbung – Krieg, Hungertod, Umweltzerstörung. Bei genauerem Hinsehen entdecken wir jedoch, dass Hölderlin recht hatte mit seinen berühmten Worten aus dem Gedicht Patmos:
"Wo aber Gefahr ist, wächst das Rettende auch."
Nie zuvor hat es in der Menschheitsgeschichte eine so starke globale Bewegung gegen das als unwahr Empfundene gegeben: Greenpeace, Attac, Ärzte ohne Grenzen - sowie unzählige weitere private und institutionelle Initiativen für eine bessere Welt.

Sind Globalisierungsgegner generell bessere Menschen als die so genannten Global Player? Viele, die glauben, auf der Seite der "Guten" zu kämpfen, sehen das so, aber sie irren sich. Jemand, der für Attac arbeitet, kann einen höheren "Egofaktor" aufweisen als der Chef eines international tätigen Unternehmens. Um zu beurteilen, was gut und böse ist, müsste man die Perspektive des Ganzen einnehmen können. Die weisen Worte Hegels - "Das Wahre ist das Ganze." - gelten auch in leicht abgewandelter Form:
Das Gute ist das Ganze.

Ebenso ist die Antwort, die Mephisto in Goethes Faust auf die Frage gibt, wer er sei: " Ein Teil von jener Kraft, die stets das Böse will und stets das Gute schafft. " (20) - auch umgekehrt zutreffend: Ich bin ein Teil von jener Kraft, die stets das Gute will und stets das Böse schafft. Die größten Greueltaten auf Erden wurden im Namen des Guten "vollbracht".

Liebe ist jenseits von Gut und Böse

Nie ist entscheidend, ob man Gutes oder Böses will, sondern immer nur, wessen Gutes oder Böses man will. Für die meisten Menschen ist das Gute mit dem identisch, was sie wollen, und das Böse mit denen, die etwas anderes wollen. Dies ist, wie Nietzsche überzeugend dargelegt hat, die reale Basis aller Moral und zugleich das Prinzip, das moralisches Handeln im Sinne von "gut" handeln kategorisch ausschließt.
Jede Moral stellt den Versuch dar, das selber Gewollte und für gut Befundene zum allgemeinen Maßstab zu machen. Moral ist also nichts anderes als die Begründung von Machtansprüchen. Dabei berufen sich die Moralapostel gern auf den göttlichen Willen als Quelle ihrer moralischen Gesinnung, um entweder ihre eigenen Interessen zu verdrängen > naiver Altruismus oder zu verbergen > politische Ideologie. Dieses Prinzip gilt nicht nur für die Moral, sondern für Erkenntnis schlechthin, wie Habermas in Erkenntnis und Interesse aufgezeigt hat.


Himmel und Hölle
Gut und Böse, Himmel und Hölle sind keine getrennten Gegensätze, sondern Bewusstseinszustände


Der Wille des Ganzen - das Tao, der Wille Gottes, das Absolute, das schöpferische Prinzip usw. - ist dagegen frei von Machtansprüchen, weil es die absolute Macht ist, die sich jederzeit in allem manifestiert, was existiert. Aus der Perspektive des Ganzen geschieht alles in der Welt jenseits von Gut und Böse, weil alles – unabhängig davon, ob wir es gut oder böse nennen – die Intentionalität dieses Ganzen verkörpert.
In allem, was wir tun und was uns widerfährt, sind wir ein Instrument dieser Macht. Die einzige Freiheit, die der Mensch hat, ist, sich dieser Macht als Instrument zur Verfügung zu stellen, oder zu versuchen, den Teil der Welt für eigennützige Interessen zu instrumentalisieren, über den er Macht hat. Die geistige Haltung der Transspiritualität ist gekennzeichnet durch Einsicht in die Notwendigkeit der freien Hingabe an die absolute Macht.

Wer sich für den ersten Weg entscheidet, lebt im Einklang mit dem Ganzen, das heißt in Liebe. Wie sterbliche Wesen aus der körperlichen Liebe hervorgehen, so entsteht alles Unvergängliche aus der Liebe zum Ganzen. Kein Mensch ist unsterblich, aber alles, was ein Mensch in Liebe getan hat, überlebt seinen physischen Tod. Augenblicke der Liebe sind gelebte Ewigkeit.
Wer sich für den zweiten Weg entscheidet, identifiziert sich mit seiner vergänglichen materiellen Form, und bei seinem Tod wird von ihm nicht mehr übrig bleiben als die Elementarteilchen, aus denen er besteht, die als Bausteine für neues Leben dienen.
Der wesentliche Faktor, der darüber entscheidet, ob wir als eine zerstreute Menge von Elementarteilchen oder als Element der ewigen Liebe fortbestehen, ist das Bewusstsein der Einheit und unser darauf basierendes Leben. Materie ist ein Zustand der unvollendeten Einheit, während Liebe ein Zustand der vollendeten Einheit ist.

Da kein Mensch in seinem Leben sich ausschließlich im Zustand der Liebe bzw. Nicht-Liebe befindet, geht die Trennung von "Himmel" und "Hölle" mitten durch jeden Menschen hindurch. Es gibt weder gute noch böse Menschen, sondern nur Individuen, die sich temporär im Zustand der Liebe oder Nicht-Liebe befinden.

Evolution der ewigen Liebe im Hier und Jetzt

Solange wir leben, können wir an der Evolution der Ewigen Liebe mitwirken. Jeder irdische Akt der reinen Liebe entspricht einem lebendigen Liebeszustand im Reich der Ewigen Liebe. In der impliziten Ordnung des Tao war dieser Akt schon immer als - aus der Perspektive des Ganzen wirklicher - und aus irdischer Perspektive möglicher - Zustand der Liebe enthalten, als snapshot, wie der Quantenphysiker David Deutsch die raumzeitlosen impliziten Zustände bezeichnet. Indem wir als liebendes Wesen aus der expliziten Ordnung in diesen Schnappschuss eintauchen, verbinden wir explizite und implizite Ordnung, das heißt Himmel und Erde.

Der Himmel ist reines Verweilen im Zustand der Liebe. Mit jeder Handlung, die auf der Erde aus Liebe geschieht, wird ein vom Himmel bereitgehaltener Zustand der Liebe mit Leben gefüllt. Da der Himmel unendlich ist, können Menschen quantitativ nichts zu seinem Wachstum beitragen. Indem sie aber die Zustände der Liebe aufsuchen, die er bereithält, bereichern sie ihn mit einer neuen Qualität.
Damit dies möglich ist, sind Bedingungen auf der Erde erforderlich, unter denen neue Zustände der Liebe entstehen können. Das einzige Feld aber, auf dem Liebe wachsen kann, ist ein Boden der Nicht-Liebe, denn jede Liebeshandlung setzt die Alternative voraus, sich gegen die Liebe entscheiden zu können.
Das Böse in der Welt dient ausschließlich dem Zweck, durch Provokation des Guten die in der impliziten Ordnung bereitgehaltenen Liebeszustände explizit werden zu lassen und so eine Verbindung zwischen Himmel und Erde herzustellen. Ähnlich sieht dies Friedrich Schelling in seiner Schrift Über das Wesen der menschlichen Freiheit:
"Die Erregung des Eigenwillens geschieht nur, damit die Liebe im Menschen einen Stoff oder Gegensatz finde, darin sie sich verwirkliche." (21)

Nach meinem Verständnis sind Himmel und Hölle keine jenseitigen Reiche, deren Grenzen sich für die guten bzw. bösen Menschen nach ihrem Tod öffnen, sondern sind gleichermaßen Zustände von Leben und Tod. Wenn wir auf Erden lieben, sind wir im Himmel, wenn wir nicht lieben, in der Hölle. Für unsere Taten werden wir weder belohnt noch bestraft, sie sind Lohn und Strafe, da sie im Augenblick ihres Geschehens Himmel oder Hölle sind.

Wenn das so einfach ist, warum halten sich dann die Menschen in ihrem Leben mehr in der Hölle als im Himmel auf? Der Grund hierfür liegt darin, dass die meisten Menschen nicht wissen, was Liebe ist. Kein Begriff ist je so verwässert und missbraucht worden, wie das Wort Liebe.
Liebe ist alles, was ohne Eigenwillen geschieht
. So lautet der Fundamentalsatz der philosophia perennis.

Wie oben bereits erwähnt, begegnet er uns im Christentum in den Worten des Jesus von Nazareth: "Nicht mein, sondern Dein Wille geschehe!"
Dieser Grundhaltung zum Leben entspricht im Taoismus, Hinduismus und Buddhismus die Formel: Wu wei = Handeln im Nicht-Handeln.

Alle Kapitel im Tao te king des Laotse sind Variationen zum Thema Wu wei, deren prägnanteste Formulierung wir im 37. Kapitel finden:
"Tao ist ewig ohne Tun,
doch nichts bleibt ungetan."
(22)

In der hinduistischen Bhagavadgita heißt es:
"Wer im Handeln das Nicht-Handeln wahrnehmen kann und erkennt, wie das Wirken sich fortsetzt, wenn er vom Wirken zurücktritt, ist unter den Menschen derjenige von wahrer Vernunft und Unterscheidungskraft."
(23)

Zur Bedeutung des Wu wei im Buddhismus schreibt Theo Fischer:
"Der vollkommene Zustand des Im-Wu-wei-Lebens wird im Zen-Buddhismus als Erleuchtung, als Verwirklichung des Buddha angesehen."
(24)

Was ist die Quelle meines Handelns?

Bevor wir handeln, empfangen wir Handlungsimpulse. Diese werden aus drei Quellen gespeist:
1. unserem Eigenwillen, 2. dem Willen anderer und 3. der Intentionalität des Ganzen.
Wer dem Eigenwillen folgt, ist ein Sklave seines Ego. Wer dem Willen eines anderen folgt, ist der Sklave eines fremden Ego. Nur in der Hingabe an den unbedingten Willen des Ganzen ist man frei.

Die wichtigste Qualifikation, die wir brauchen, um dem Willen des Tao folgen zu können, ist ein Gewahrsein, das es uns ermöglicht wahrzunehmen, aus welcher Quelle ein Handlungsimpuls entspringt.
Ist die Quelle das eigene oder ein fremdes Ego, so ist Nicht-Handeln angesagt. Dann entsteht eine Lücke zwischen dem Handlungsimpuls und unserem Handeln. Es tut sich ein leerer Raum auf, in den hinein sich der Wille des Tao entfaltet. Folgen wir diesem Impuls, dann praktizieren wir Wu wei, egal ob er uns zum Handeln oder Nicht-Handeln anleitet. Wu wei oder Handeln im Nicht-Handeln bedeutet also nichts anderes, als dem Tao zu folgen.

Die entscheidende Frage im Leben eines Menschen lautet also:
Aus welcher Quelle heraus handle ich? Beziehe ich meine Handlungsimpulse aus einem rein diesseitsorientierten Ego oder aus der Quelle der universellen Weisheit des Tao, das immer zugleich diesseitig und jenseitig, immanent und transzendent ist?

Was die meisten Menschen daran hindert, ihren Eigenwillen aufzugeben, ist in transzendenter Hinsicht der horror vacui, die Angst vor Selbstauflösung in der Leere; im Hinblick auf das diesseitige Leben ist es die Angst vor dem Zukurzkommen in puncto Macht, Besitz und Anerkennung.
Beide Ängste sind zwar rational bedingt, aber dennoch irrational. Zum einen gibt es nichts Schöneres, als von den liebenden Händen des Schöpfungsgeistes geführt zu werden, zum anderen kennt das Ganze unsere innersten Wünsche besser als wir selber und trägt ihnen jederzeit Rechnung, allerdings unter Berücksichtigung der Verträglichkeit mit dem Ganzen.

Zu allen Zeiten sind die, die der Schöpferkraft als unbedingtem Willen des Ganzen folgen, von denen belächelt worden, für die der Sinn des Lebens im Wesentlichen in der Vermehrung von Besitz und Macht besteht. Doch was ist ein zynisches Lächeln im Vergleich zu dem natürlichen Lächeln eines Menschen, der mit sich und der Welt im reinen ist? Bei den Geschenken, die das Ganze als Tao, Gott usw. an die verteilt, die Wu wei praktizieren, stehen nicht Reichtum und Macht im Vordergrund, sondern Gelassenheit, innerer Friede, Liebe und Freude an allem, was geschieht.

Anhang

Text aus den Upanishaden - Zitat von Dostojewski - Quellen

Das Tat twam asi hat nicht nur in der östlichen Kultur seinen Niederschlag gefunden.
Aus zahllosen Fundstellen habe ich hier zwei ausgewählt, die mich besonders beeindruckt haben:

Aus einem Kommentar zu den Upanishaden von Sri Chinmoy

Rishi
Menaka versucht den Rishi ( Seher) Vishwamitra aus der Askese ins Familienleben zu locken.
Tat twam asi. = Das bist du.
Chandogyopanisad VI.8.7; bis VI.16 passim

Was bedeutet das? Es bedeutet, daß du kein anderer als Gott bist. Wer sonst ist Gott, wenn nicht du?

Ein Gottliebender klopfte an die Türe von Gottes Herzen. Gott fragte von innen: "Wer ist da?" Der Gottliebende antwortete: "Ich bin es." Die Tür blieb verschlossen. Der Mann klopfte und klopfte. Schließlich ging er davon. Nach einer Stunde kam er wieder zurück. Er klopfte an die Tür von Gottes Herzen. Gott fragte von innen: "Wer ist da?" Der Gottliebende antwortete: "Ich bin es." Die Türe blieb verschlossen. Der Mann klopfte vergebens weiter an die Tür. Schließlich ging er.

Nach einer weiteren Stunde kam er wieder zurück und klopfte wieder an die Türe von Gottes Herzen. Gott fragte von innen heraus: "Wer ist da?" Der Gottliebende antwortete: "Mein ewiger Geliebter, Du bist es." Sofort öffnete Gott die Türe seines Herzens.

Wenn ein Sucher solch ein enges und untrennbares Einssein mit Gott fühlt, öffnet Gott ihm die Türe Seines Herzens und schenkt ihm sogar Seinen Thron. Die upanischadischen Seher fühlten keine Notwendigkeit, zu einem spirituellen Zentrum zu gehen, keine Notwendigkeit in einen Tempel zu gehen, keine Notwendigkeit einen Vortrag oder eine Predigt anzuhören oder gar Bücher zu lesen. Gott war ihr einziges äußeres Buch, und Gott war ihr einziger innerer Lehrer. Gottverwirklichung war ihre einzige Notwendigkeit, und Gottmanifestation war ihre einzige Wirklichkeit. Der große deutsche Philosoph Schopenhauer erklärte: Es [die Upanishaden-Lektüre] ist die belohnendeste und erhebendeste Lektüre, die (den Urtext ausgenommen) auf der Welt möglich ist: sie ist der Trost meines Lebens gewesen und wird der meines Sterbens sein.

Ein Zitat aus

Fjodor M. Dostojewski - Die Brüder Karamasow: (25)
Fjodor Dostojewski
Der russische Schriftsteller Fjodor M. Dostojewski wurde 1821 in Moskau geboren und starb 1881 in Petersburg.
Seine Romane zeugen von einer einzigartigen psychologischen und philosophischen Tiefgründigkeit, die die menschliche Seele in all ihren Schattierungen zum Vorschein kommen lässt.




Brüder,

vor der Sünde der Menschen schreckt nicht zurück,

liebet den Menschen auch in seiner Schuld,

liebet die ganze Schöpfung Gottes,

das ganze All,

jedes Sandkörnchen, jedes Blättchen, jeden Strahl Gottes.

Liebet die Tiere, liebet jegliches Gewächs und jegliches Ding.

Wenn du sie liebst, wird sich dir das Geheimnis Gottes in den Dingen offenbaren,
und schließlich die Welt mit allumfassender Liebe umfangen.

3. Quellen


(1) Charlotte Joko Beck, Einfach Zen, Knaur Verlag, München, 1995, S. 56
(2) Robert Musil, Der Mann ohne Eigenschaften, Rowohlt Verlag, Reinbek bei Hamburg, 2002, S. 713
(3) Zensho W. Kopp, Zen und die Wiedergeburt der christlichen Mystik, Schirner Verlag, Darmstadt, 2004, S. 213
(4) Zensho W. Kopp, Zen ..., a.a.O., S. 214
(5) David Bohm in: Renée Weber, Wissenschaftler und Weise, Rowohlt Verlag, Reinbek bei Hamburg, 1992, S. 84
(6) Robert Musil, Der Mann ..., a.a.O., S. 1124 f.
(7) Robert Musil, Der Mann ..., a.a.O., S. 928
(8) Antoine de Saint-Exupéry, Der kleine Prinz, Karl Rauch Verlag, Düsseldorf, 2006, S. 72
(9) Louis Fischer, Gandhi, Heyne Verlag, München, 1989, S. 19
(10) Charlotte Joko Beck, Einfach Zen, a.a.O., S. 174
(11) Robert Musil, Der Mann ..., a.a.O., S. 1130
(12) Robert Musil, Der Mann ..., a.a.O., S. 576
(13) Robert Musil, Der Mann ..., a.a.O., S. 735
(14) Arthur Schopenhauer, Die Welt als Wille und Vorstellung, Hauptwerke, Band I, Parkland Verlag, Köln, 2000, S. 30
(15) G.W.F. Hegel, Phänomenologie des Geistes, Ullstein Verlag, Frankfurt am Main, 1970, S. 22
(16) Ernst Bloch, Experimentum mundi, Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main, 1975, S. 238
(17) Laotse, Tao te king, Übersetzung von Richard Wilhelm, Diederichs Verlag, München, 1998, S. 61
(18) Lao-Tse, Tao Te King, Neu übertragen von Zensho W. Kopp, Schirner Verlag, Darmstadt, 2005, Kap. 7
(19) G.W.F. Hegel, Phänomenolgie ..., a.a.O., S. 52
(20) Johann Wolfgang von Goethe, Faust - Erster Teil, Hamburger Ausgabe, Bd. 3, Dramatische Dichtungen I, Dtv Verlag, München, 1982, S. 47 (Studierzimmer 1334-36)
(21) F.W.J. Schelling, Über das Wesen der menschlichen Freiheit, Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main, 1975, S. 93
(22) Zensho W. Kopp, Lao-Tse ..., a.a.O., Kap. 37
(23) Sri Aurobindo, Die Bhagavadgita, Herder Verlag, Freiburg im Breisgau, 1998, S. 69, IV,18
(24) Theo Fischer, Wu wei, Rowohlt Verlag, Reinbek bei Hamburg, 1996, S. 16
(25) F.M. Dostojewski, Die Brüder Karamasoff, Kaiser Verlag, Klagenfurt, 1978, S. 248
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