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Philosophische Praxis und Spirituelle Praxis

Heilung und Selbstheilung


I. Krankheit ist Abspaltung - Heilung bedeutet Ganzwerdung

Im germanischen Sprachgebrauch bedeutet das Wort heil gesund, unversehrt, gerettet. Die anglikanische Sprachwurzel von heil ist whole, was sowohl ganz und vollständig bedeutet als auch gesund und heil. Der Wunsch nach Heilung ist ein menschliches Grundbedürfnis. Das größte Unheil, das uns widerfahren kann, ist das schmerzliche Gefühl, nicht ganz zu sein. Dann sind wir in der "Hölle", die etymologisch auf die gleiche englische Sprachwurzel zurückzuführen ist: whole.

Die Hölle ist der Teil von uns, der in unserem Bewusstsein vom Ganzen abgespalten ist. Auch wenn es uns manchmal so vorkommt, sind wir als Menschen nie ganz in der Hölle. Das Lebendige in uns hat prinzipiell jederzeit die Möglichkeit, das Abgespaltene zu integrieren, das heißt mit neuem Leben zu erfüllen.

Gelegentlich haben wir das Gefühl, in einem schwarzen Loch zu stecken, aus dem es kein Entkommen gibt. Wir identifizieren uns dann so vollkommen mit dem Abgespaltenen, dass wir aus eigener Kraft keinen Zugang zum Ganzen glauben finden zu können. Wie Energiepartikel in einem Schwarzen Loch, im astronomischen Sinne, sind wir in Lichtferne gerückt. Als hochkomprimierte dunkle Materie bleibt uns scheinbar nichts anderes übrig, als darauf zu warten, dass uns wieder neues Leben eingehaucht wird.

Jedoch haben wir als Menschen jederzeit Zugang zu einem Heilmittel, das uns schlagartig aus dem Höllenbardo der Abspaltung und Isolation befreien kann: Sobald wir das "Böse" in uns und außerhalb von uns nicht mehr verteufeln, sondern aus jeder scheinbar zerstörerischen Kraft neue Lebendigkeit beziehen können, befinden wir uns bereits auf dem Weg zur Ganzheit, also in einem Heilungsprozess: Dunkle Materie verwandelt sich in helles Licht.

Die metaphysische und die physische Ebene dieses Heilungsprozesses sind zwei Aspekte ein und desselben Vorgangs. Metaphysisch bedeutet Heilung das Bewusstwerden der Ganzheit. Physisch wird Heilung erlebt als das sinnliche Gefühl der Ganzheit, das heißt als körperliche Gesundung.

Seelische und körperliche Krankheiten gehen stets mit blockierten Energien einher und sind als solche das wahrnehmbar gewordene Abgespaltene. Sie lenken unser Spürbewusstsein auf die energetischen Engpässe und ermöglichen damit erst den Heilungsprozess.

Deshalb sind sich die Weisen aller Zeiten weitgehend darin einig, dass der Weg der Befreiung aus dem Leid durch das Leid führt: Der Weg ins Jetzt der Freude ist mit Steinen transformierten Leids gepflastert.

Wer die heilsame Botschaft einer Krankheit ignoriert, kuriert bestenfalls an Symptomen. Deshalb steht am Anfang jeder nachhaltigen Heilung und Selbstheilung das Verstehen des gegenwärtigen "Unheils" als Heilmittel. Dieser Anfang ist die Hälfte vom Ganzen. Die zweite Hälfte besteht in der Auswahl und Durchführung geeigneter Methoden der Heilung und Selbstheilung, wie sie unter anderem auf den einzelnen Seiten dieser Website zu finden sind.

Heilung und Selbstheilung sind keineswegs auf spezifische Heilverfahren beschränkt. Wer meditativ wach durchs Leben wandelt, dem begegnen Heilenergien auf Schritt und Tritt. Heilung bedeutet, sich wahrzunehmen und wahrgenommen zu werden als das Wesen, das man im jeweiligen Augenblick ist.

Bei jeder Heilung ist die Wirkkraft des göttlichen Lichts beteiligt. Setzen wir zum Beispiel unsere Hände zur Heilung ein, dann übertragen wir kleinste Lichtpartikel - physikalisch Photonen - auf einen anderen Körper.


Heilende Hände
Die Hand ist der verlängerte Arm des Herzens.
Andreas Tenzer

Durch unsere Hände fließt eine hochwirksame Energie, die für Heilung und Selbstheilung genutzt werden kann.




Licht
Die physische Heilkraft des Lichtes ist messbar - die seelische unermesslich.


Om Mantra
Sanskrit Zeichen für das Aum- oder Om-Mantra.
Mehr noch als die Rezitation ist das Singen von Mantras ein hochwirksames
Mittel der Selbstheilung.


Mandala

Viele berichten davon, dass sie beim Betrachten eines Licht-Mandalas ein angenehmes Kribbeln empfinden und in einen entspannten Schwebezustand geraten.
Fokussieren Sie doch einfach mal Ihre Augen 30 Sekunden lang entspannt auf die Lichtspirale.
Was spüren Sie?

Quelle dieses lizenzfreien Bildes:
https://pixabay.com/de/meditation-mandala-sonnenaufgang-884687/





Urschrei
Arthur Janov entwickelte mit seiner Urschrei-Therapie
eine befreiende Technik, die sich ausgezeichnet als Selbstheilungsmethode eignet.


Heilung durch meditative Betrachtung
Das Leben kennt weder Stillstand, noch Wiederholung.
Die meisten Menschen betrachten die Natur, als bestehe sie aus einer Aneinanderreihung von Standbildern.
Nur dem meditativen Blick erschließt sich das Wesen alles Lebendigen. Es fließt in jedem Augenblick und wir fließen mit.
Selbstheilung ist also im Wesentlichen das Bewusstsein vom ewigen Fließen.

Foto: Andreas Tenzer

II. Je kleiner das Ego, desto größer die Heilkraft

Ein echter Heiler versucht stets mit einem Minimum an Zeit und Aufwand dem Heilsuchenden alle Mittel zur Verfügung zu stellen, die er braucht, um seinen Weg allein weitergehen zu können, das heißt Selbstheilung zu praktizieren. Der Heiler "heilt" in dem Bewusstsein, dass er selbst nicht der Heilende ist, sondern nur ein Instrument, dessen sich die universelle Heilkraft bedient.

Heilung ist keine Einbahnstraße. Jeder Heilungsprozess wirkt sich für alle daran Beteiligten heilsam aus.
Sie ist ein Energieaustausch, bei dem "Heiler" und "Geheilter" jeder auf seine Weise geheilt werden. Die Heilenergie selbst kennt gar keinen Unterschied zwischen beiden. Der schamanische Indianer Fools Crow
spricht davon, dass der Heiler wie ein hohler Knochen sein sollte. Bei der Heilung mit den Händen findet ein Photonenaustausch statt, das heißt Lichtübertragung. Heiler, die sich einbilden, das Licht stamme von ihnen selbst, befinden sich in der Luzifer-Rolle. Sie sind gefallene Engel, von der Illusion besessen, sie würden persönlich das Licht = lat. lux bringen = lat. ferre.

Heilung und Selbstheilung können also nur in absoluter Demut geschehen. Die optimalen Heiltechniken stellen sich von selbst ein, wenn man sich dem Heilungsprozess mit der richtigen Haltung zur Verfügung stellt. In diesem Sinne ist der Heiler nur der Zeuge des Heilvorgangs und nicht dessen Urheber, und jede Heilung ist eine "Wunderheilung", da sie von einer unsichtbaren Hand gelenkt wird.

Foolscrow  
Fools Crow lebte von 1890 bis 1989

Er war nicht nur Stammesfürst und spiritueller Führer der Teton Sioux, sondern auch Zeremonienhäuptling und Medizinmann. Fools Crow erreichte ein biblisches Alter und hat selbst die Besetzung von Wounded Knee noch persönlich miterlebt.

In einer Vision soll er den Auftrag erhalten haben, sein Wissen um die heiligen Traditionen seines Volkes aufzeichnen zu lassen.

Er vertritt eine ökologische Spiritualität, die heute auch von Nicht-Indianern wiederentdeckt wird. Seine medizinischen Heilerfolge sind Legende.
Ein wahrer "Heiler" ist sich also dessen bewusst, dass nicht er es ist, der heilt, sondern dass die Heilkräfte sich seiner lediglich als Medium bedienen:

"Medicus curat, natura sanat."
Der Arzt kuriert, die Natur heilt.
Paracelsus


III. Quellen der Heilung: Selbstliebe, Nächstenliebe, Liebe zum Ganzen


Das Phänomen Placeboeffekt ist ein untrügliches Zeichen dafür, dass der Geist beim Heilungsprozess eine führende Rolle spielt. Heilung ist also wesentlich Geistheilung und insofern auch Selbstheilung, als es der eigene Geist ist, der die Weichen dafür stellt, dass Körper und Seele gesund werden bzw. bleiben.

Selbstheilung bedeutet jedoch nicht, dass wir uns als ein vom Ganzen abgetrenntes Individuum heilen können. Nachhaltige Tiefenheilung ist nur möglich in der Verbindung des individuellen mit dem kosmischen Selbst. Das Bewusstsein dieser Verbindung ist Urvertrauen, und Urvertrauen ist Selbstliebe als Liebe zum Schöpfer und zur Schöpfung.

Mangel an Liebe zum Ganzen - wovon man selbst ein integrales, unvergängliches Element ist - ist die einzige Krankheit, die uns wirklich bedroht, als ein Unheil, das nicht nur unseren Körper, sondern unsere ganze Existenz infrage stellt.

Sich selbst zu lieben ist der sicherste Schutz gegen die Versuchung, einem fremden Führer mit ausgestrecktem Arm "Heil!" zuzurufen. Selbstliebe bedeutet, sich selbst und die ganze Welt liebevoll zu umarmen. Dass dies selbst in Zeiten des Holocaust möglich ist, hat der Film Das Leben ist schön auf eindrucksvolle Art gezeigt. Uneigennützige Selbstliebe findet ihren Ausdruck in einer Lebensfreude, die durch Krankheit und Leid nicht zu besiegen ist.

Mit der liebenden kosmischen Umarmung als existenzielle Grundhaltung nehmen wir alles Leid an, das uns und anderen schicksalhaft zufällt, und vermeiden es, uns durch Mangel an Selbstliebe zusätzliches Leid aufzubürden. Heilung und Selbstheilung bedeuten nichts anderes, als Selbstliebe im Bewusstsein kosmischer Verbundenheit zu praktizieren. Selbstheilung ist das durch deine Liebe gelinderte Leid der anderen.


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